Vision für Smartphones: Ein Handy zum Selberbauen

Vision für Smartphones: Ein Handy zum Selberbauen

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So stellt sich Designer Dave Hakkens das Steckhandy vor: Vorne kommt das Display auf die gelochte Grundplatine, hinten die anderen Bestandteile. Diese sollen Nutzer nach Lust und Laune frei anordnen und kombinieren können.

von Marcel Berndt

Wessen Handy-Display kaputt geht, braucht normalerweise ein komplett neues Gerät. Beim „Phonebloks“ müsste allein das Display ersetzt werden. Der Niederländer Dave Hakkens hat ein Smartphone zum Zusammenstecken entworfen.

In seinem Leben hat Dave Hakkens schon viele technische Geräte gekauft: Bei jeder Neuerscheinung auf dem Markt, musste das Vorgängermodell daran glauben. „Die Technik entwickelt sich schnell“, sagt der niederländische Designer. Dabei entwickelt sich aber beispielsweise nie das gesamte Smartphone weiter, sondern nur bestimmte Bestandteile – während andere unverändert bleiben. „Trotzdem müssen wir uns ein komplett neues Smartphone kaufen“, sagt Hakkens.

Also hat er ein Smartphone entworfen, das sich Kunden individuell zusammen stecken können. Das Aussehen des sogenannten „Phonebloks“ ist schlicht, zeitlos – und macht es so von Design-Trends unabhängig. Technik-Trends hält es dank seinem modularem Aufbau stand. Wer sich mehr Arbeitsspeicher oder ein besseres Display wünscht, muss nicht gleich das ganze Handy austauschen – sondern nur die einzelnen Module.

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Phonebloks basiert auf einer gelochten Grundplatine – auf die Vorderseite wird das Display gesteckt, auf der Rückseite die anderen Komponenten. Über Kontaktstifte verbinden sich die Bestandteile mit der Verkabelung in der Grundplatine, ein Klemmmechanismus sorgt dafür, dass sie in den Löchern halten. Die Komponenten haben auf der Platinenrückseite keine festen Plätze – Kamera, Arbeitsspeicher und Akku lassen sich frei anordnen. Ältere Menschen, die sich etwa ein einfaches Handy wünschen, können sich für besonders große Lautsprecher und Akkus entscheiden und dafür auf andere Bestandteile, wie die Kamera, verzichten.

Noch ist Phonebloks nur eine Vision. Hakkens stellt sich vor, dass es von einer Gemeinschaft mehrerer Hersteller produziert werden sollte. So können Nutzer beim Komponentenkauf aus  Modellen verschiedener Anbieter wählen und sind nicht auf eine bestimmte Marke angewiesen. Um das Projekt auf die Beine zu stellen, hat Hakkens jedoch weder auf Investorensuche gegangen, noch  hat er ein Crowdfunding-Aktion gestartet: „Ich wollte erstmal sehen, ob es einen Markt dafür gibt“, sagt er. „Ich dachte mir, wenn mir die Idee gefällt, finden sich auch 1.000 andere, denen sie auch gefällt.“

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