Von Nullen und Einsen: Woran beim neuen Google-Tablet geknausert wurde

kolumneVon Nullen und Einsen: Woran beim neuen Google-Tablet geknausert wurde

Bild vergrößern

Mit dem Chromebook Pixel hat der Suchmaschinenriese ein eigenes High-End-Notebook mit hochauflösendem Touchscreen vorgestellt.

Kolumne von Ben Schwan

Google will mit seinem ersten eigenen Luxus-Touchscreen-Rechner Apples bekannt schicken Notebook-Flundern Konkurrenz machen. Das könnte fast gelingen, wären da nicht die Software, der Preis und einige merkwürdige Hardware-Entscheidungen.

Im Grunde klingt die Idee hinter Chrome OS ja charmant: Da heutzutage sowieso fast jedes Programm irgendeine wichtige Komponente ins Internet auslagert, kann man auch gleich das gesamte Betriebssystem vom Netzzugang abhängig machen. Statt riesigen Festplatten reichen dann kleine, schnelle SSD-Flashspeicher für die Datensicherung, weil der Rest der Informationen in der Cloud liegt - und auch der Hauptprozessor muss nicht mehr Geschwindigkeitsrekorde schlagen, weil rechenintensive Aufgaben ganz einfach auf externe Server im Internet ausgelagert werden. Gleichzeitig können Nutzer mit wenigen Handgriffen die Maschine wechseln, weil die jeweils aktuellsten Daten einfach aus dem Internet heruntergeladen werden - echtes Cloud Computing eben.

Anzeige

Trotzdem hat sich Googles hauseigenes Betriebssystem bislang nur schleppend durchgesetzt. Im kommenden Juli ist die Vorstellung der Technik vier Jahre alt, von einer breiten Marktdurchdringung kann aber keine Rede sein. Da gilt schon als große Nachricht, wenn der Anteil an verkauften Notebooks bei einer britischen Elektrokette bei zehn Prozent liegt - aber nur, wenn die Läden über eine eigene "Chrome Zone"-Verkaufsfläche verfügen.

Google Chromebook Pixel mit Touchscreen und Super-Display

Mit dem Chromebook Pixel hat Google ein High-End-Notebook vorgestellt. Es ist mit einem hochauflösenden 13-Zoll-Touchscreen ausgestattet, der 2.560 x 1.700 Pixel zeigt.

huGO-BildID: 29959304 The Google Chromebook Pixel laptop computer is shown at an announcement in San Francisco, Thursday, Feb. 21, 2013. Google is adding a new touch to its line of Chrome laptops in an attempt to outshine personal computers running on software made by rivals Microsoft and Apple. (AP Photo/Jeff Chiu) Quelle: AP/dpa

Letzter Schrei in Sachen Chrome OS ist nun das Chromebook Pixel, Googles erster eigener Luxus-Touchscreen-Rechner. Und tatsächlich sieht die Maschine sehr sexy aus. Der schnörkellose 13-Zöller übertrumpft mit 2560 mal 1700 Bildpunkten sogar die knackig scharfe Auflösung von Apples Retina-MacBook Pro gleicher Größe um immerhin 100 Pixel und ist in einen soliden Block Aluminium gefasst. Ein LTE-Modem ist eingebaut, so dass man (fast) nie ohne Netzzugang ist, die Tastatur verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung, das Touchpad besteht aus schickem Glas.

Beim Innenleben hat Google allerdings etwas geknausert. An Speicher gibt es maximal 4 Gigabyte und auch Intels Core i5-Prozessor mit 1,8 GHz sowie die integrierte Grafik gehören nicht zu den allerschnellsten. Auch die Speicherausstattung ist mit 32 beziehungsweise maximal 64 GByte eher Tablet- denn Notebook-like. Mit von Google angegebenen fünf Stunden "aktiver Benutzung" im Akkubetrieb und einem Gewicht von immerhin 1,52 Kilogramm ist das Chromebook Pixel zudem kein Ausbund an Portabilität.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%