Warten auf den großen Wurf: Bei Apple brodelt die Gerüchteküche

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Warten auf den großen Wurf: Bei Apple brodelt die Gerüchteküche

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Apple tritt auf der Stelle - das nächste "Haben wollen"-Gerät muss her.

Die gewaltigen Sprünge der Vergangenheit scheinen bei Apple vorbei. Seit drei Jahren hat das Unternehmen kein grundlegend neues Produkt mehr herausgebracht. Nun stagniert der Umsatz, der Gewinn fällt sogar. Alle warten nun auf den nächsten großen Wurf.

Mittlerweile ranken sich zig Gerüchte darum, wie das nächste iPhone aussehen könnte, nachdem das iPhone 5 bloß eine Weiterentwicklung des 4S gewesen war: Größer, schneller, aber eben keine Neuerfindung des Smartphones. Und die bräuchte der Konzern: Das Wachstum bei Apple kommt zum Erliegen. Im dritten Geschäftsquartal (bis Ende Juni) lag der Umsatz des iPhone- und iPad-Herstellers bei 35,3 Milliarden Dollar und damit kaum höher als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn schrumpfte sogar das zweite Mal in Folge. Er lag um 22 Prozent niedriger bei unterm Strich 6,9 Milliarden Dollar (5,3 Mrd Euro), wie der Konzern mitteilte.

Rückschläge für Apple

  • Rivale Android

    75 Prozent aller Smartphones laufen inzwischen auf dem Betriebssystem Android des Apple-Rivalen Google

  • Weihnachtsgeschäft

    18 Prozent mehr Umsatz machte Apple im Weihnachtsgeschäft 2012 - gegenüber einem Plus von 73 Prozent im Vorjahr

  • Konkurrent Samsung

    350 Millionen Smartphones plant Samsung in diesem Jahr zu verkaufen - 60 Millionen mehr als Apple an iPhones seit Juni 2007 insgesamt verkauft hat

  • Teure Tablets

    150 Dollar soll das neue Tablet von Acer kosten, weniger als die Hälfte des iPad mini

  • Probleme in China

    Im vierten Quartal 2012 rutschte Apple in China bei Smartphones auf Rang sechs

Apple verkauft zwar mittlerweile viele iPad mini, die allerdings auch weniger Geld abwerfen als ein großes iPad oder ein iPhone. Das drückt auf die Margen. Zudem fiel der Durchschnittspreis für das iPhone, von dem in bestimmten Märkten auch noch ältere Modelle verkauft werden. Apple verkaufte im Quartal 31,2 Millionen iPhones im Vergleich zu 26 Millionen vor einem Jahr. Das war ein neuer Rekord für die Jahreszeit. Dagegen schrumpfte die Zahl der insgesamt abgesetzten iPads erstmals im Jahresvergleich von 17 Millionen auf 14,6 Millionen. Die Zahl der verkauften Mac-Computer ging leicht zurück von 4 Millionen auf 3,8 Millionen.

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Er sei besonders stolz auf die starken iPhone-Verkäufe und das Wachstum im iTunes Store, erklärte Konzernchef Tim Cook. Im Herbst und im kommenden Jahr kämen neue Produkte heraus. Er gab aber in typischer Apple-Geheimhaltung keinen konkreten Hinweis darauf, wann ein Nachfolger für das iPhone 5 erscheinen oder ob es eine billigere Variante des Smartphones geben wird. Es ist mittlerweile drei Jahre her, dass Apple ein revolutionäres Produkt auf den Markt gebracht hat: den Tablet-Computer iPad. Das iPhone wurde vor sechs Jahren vorgestellt. Seitdem pflegte Apple die Baureihen lediglich. Mittlerweile verdichten sich allerdings die Hinweise auf eine „iWatch“-Uhr. Medien erfuhren von Neueinstellungen von Entwicklern, es tauchten Zeichnungen in Patentanträgen auf, und Apple hat sich den Namen in mehreren Ländern schützen lassen. Es wäre auch das erste komplett neue Produkt seit dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs im Herbst 2011.

Apple Hinweise auf "iWatch" verdichten sich

Apple scheint verstärkt an einer eigenen Computeruhr zu arbeiten. Die Gerüchte verstärken sich jedenfalls mit der Sicherung des Markennamens "iWatch" in Japan. Es ist ein Wettlauf gegen die Konkurrenz.

Apple-Chef Tim Cook betritt bei der Entwicklerkonferenz in San Francisco die Bühne. Wird er schon bald die iWatch vorstellen? Quelle: REUTERS

Apple könnte einen neuen Verkaufsschlager gut gebrauchen: Vor allem im asiatisch-pazifischen Raum mit der einstigen Wachstums-Lokomotive China ist der Umsatz geschrumpft. In Europa gingen die Geschäfte ebenfalls zurück. Nur dank der besseren Verkäufe auf dem amerikanischen Kontinent und in Japan konnte sich Apple letztlich halten.

Allerdings läuft es auch bei der Konkurrenz nicht wirklich rund: So verkauft sich der iPhone-Rivale Galaxy S4 von Samsung nach Einschätzungen von Branchenexperten schlechter als erwartet. Der südkoreanische Konzern hatte in der Folge jüngst mit seinem Quartalsgewinn enttäuscht. Microsoft wiederum litt im vergangenen Quartal unter den rückläufigen Verkäufen von Windows-PCs sowie einer massiven Preissenkung für seinen Tablet-Computer Surface.

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