Glühbirnen-Verbot: Die neuen Super-Leuchten

Glühbirnen-Verbot: Die neuen Super-Leuchten

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Eine brennende klassische Glühlampe. Ab dem 1. September 2011 dürfen in der EU keine Glühlampen über 40 Watt mehr hergestellt und in den Handel gebracht werden. Foto: Jan-Peter Kasper dpa

von Rebecca Eisert

Jetzt ist sie aus. Die EU hat der 60-Watt-Glühbirne den Saft abgedreht. Die neuen Leuchten erhellen nicht nur ökologisch, sondern sogar organisch. Das kann teuer werden.

Das endgültige Aus der klassischen Glühbirne rückt einen weiteren Schritt näher. Am 1. September trifft der Bannstrahl nun die gefragten 60-Watt-Birnen. Damit erreicht der Glühbirnen-Ausstieg der Europäischen Union die dritte Stufe. Seit September 2009 gilt das Verbot für herkömmliche Mattglas-Glühbirnen und Glühbirnen mit einer Leistung von 100 Watt. Ein Jahr später folgten Birnen mit mehr als 60 Watt, nun solche mit mehr als 40 Watt. Und im September 2012 sind dann Standard-Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 10 Watt dran. Ziel der Aktion ist Stromsparen und mehr Klimaschutz. 

Warum die Glühbirne weg musste

Die herkömmliche Glühbirne muss weg, hat die EU beschlossen, denn sie war ein Stromfresser. In der Glühbirne wird ein Wolframfaden so stark erhitzt, dass er Licht abgibt. Bei diesem Vorgang wird nur drei bis fünf Prozent der aufgenommenen Energie in Licht umgewandelt, den Rest gibt die Lampe als Wärme ab – wer einmal versucht hat, eine eben durchgebrannte Lampe mit bloßen Händen aus der Fassung zu drehen, weiß wie heiß die Birne wird. Insgesamt gilt es als antiquiert, vor allem aber als wenig umwelt- und klimafreundlich auf diese Weise Licht herzustellen.

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Die EU-Verordnung hat genaue Anforderungen an Effizienz und Tauglichkeit von Leuchtmitteln gestellt – konkret verboten wurde keine Lampenart, doch die alten Glühbirnen erfüllten die Anforderungen nicht und verschwinden daher aus den Sortimenten.

Zum Leidwesen vieler Kunden, die das warme, gemütliche Licht der Wolfram-Birne schätzten. Der Run auf die Restbestände an Glühbirnen ist entsprechend groß. „In Deutschland wird tatsächlich etwas gehamstert, aber in anderen europäischen Ländern ist das Gegenteil der Fall“, sagt eine Sprecherin des Leuchtmittelherstellers Osram.

Alternative Energiesparlampe

In der Ökobilanz  schneiden Halogenlampen schon ein Stück besser ab. Sie sparen gegenüber der herkömmlichen Glühbirne zehn bis 30 Prozent Strom ein. Doch auch sie geben zu viel der aufgenommenen Energie als Wärme ab - etwa 90 Prozent. Zudem ist ihre Lebensdauer gering. Halogenlampen werden daher ebenfalls ab 2016 vom Markt verschwinden. Ihr großer Vorteil gegenüber Energiesparlampen: sie können im Hausmüll entsorgt werden.

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