Google gegen Apple: Apple ändert sein Abo-Modell nicht

Google gegen Apple: Apple ändert sein Abo-Modell nicht

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Die Google Books App

Die Verlage hoffen vergebens: Apple bessert sein Abo-Angebot für iPads nicht nach. Trotz Googles Konkurrenz.

Vor einem Jahr sahen die deutschen Verleger in Google ihre größte Nemesis. Der Vorwurf: Google würde sich auf ihre Kosten bereichern. Sie beanspruchten einen Teil der Werbeeinnahmen von Google-News, das Inhalte der Verlage gratis im Internet anbietet. Sie schwärzten den Konzern gar beim Bundeskartellamt an. Aber als Google-Chef Eric Schmidt am Mittwoch das Audimax der Berliner Humboldt-Universität betrat, wurde er als Heilsbringer gefeiert. Unter großem Beifall überreichte er sein Geschenk an die Verlagswelt: das Bezahlsystem One Pass. Es erlaubt Verlegern, von den Lesern Geld zu kassieren, die Zeitungen auf Tablet-PC und Smartphone mit Googles Android-Betriebssystem herunterladen.

Gleichzeitig übernimmt Apple die Rolle des Bösewichts. Am Tag zuvor wurde ein Abo-Modell für das iPad vorgestellt – eines, das den Verlegern gar nicht schmeckt. Denn während Google zehn Prozent Provision vom Umsatz verlangt, nimmt Apple satte 30 Prozent. Während Google die für Verlage überlebenswichtigen Kundendaten weiterreicht, tut dies Apple nur, wenn der Nutzer einwilligt. Und während die Verlage gern auch mal gedruckte Zeitungen via Apples iTunes Store verkaufen würden, wird so etwas wohl nur bei Google möglich sein.

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Apple ist kaum einzuholen

Zwar hofft die Verlagswelt nun, dass Apple nach Googles aggressivem Vorstoß das Angebot nachbessert. Allerdings warten sie vermutlich vergebens. Denn mit etwa einer Million verkaufter iPads in Deutschland sitzt Apple am längeren Hebel. Zum einen sind die Kunden in Apples iTunes viel häufiger bereit, für Inhalte zu zahlen, als die im Android Store. Zum anderen wird Apples Tablet nach Expertenprognose die Nase vorn behalten, selbst wenn Smartphones mit Android Apples iPhone überholen. Denn anders als beim Handy werden Telefonkonzerne wie die Deutsche Telekom kaum mittels Gebühren steuern, zu welchem Gerät der Kunde greift. Ohnehin ist Apple nicht gerade dafür berühmt, nachzugeben. So bemerkt ein Verlagsmanager zu recht: „An Apple kommen wir momentan nicht vorbei.“

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