3D-Druck: Disney Research entwickelt Printer für Teddybären

3D-Druck: Disney Research entwickelt Printer für Teddybären

von Tobias Finger

In den USA haben Forscher jetzt den Kuschelfaktor von 3D-Printern erhöht: Sie haben die ersten Teddybären gedruckt.

Dass sich mit 3D-Druckern alles mögliche von Häusern über Autos bis hin zu Flugzeugteilen herstellen lässt, ist schon überraschend genug. Jetzt haben Disney Research (die Daniel-Düsentrieb-Abteilung des US-Comicgiganten Walt Disney) und die Carnegie Mellon University (CMU) in Pittsburgh einen Drucker entwickelt, der aus Wolle dreidimensionale Stoffgegenstände herstellt.

Neben Mützen, Schals und Handschuhen haben die Entwickler dort auch schon kuschelfertige Teddybären gedruckt.

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Wie andere 3D-Drucker auch, arbeitet der Teddyprinter mit einer digitalen Skizze, nach der er das vorgezeichnete Objekt modelliert. Statt wie herkömmliche 3D-Drucker unzählige Schichten aus geschmolzenem Plastikgranulat gibt der Prototyp jedoch etliche übereinander liegende Fäden aus.

Eine mit einem Widerhaken versehene Nadel, die am Druckerkopf angebracht ist, sticht immer wieder in diese Schichten hinein, sodass die einzelnen Fäden miteinander verwoben werden.

Kommen bald Drucker für gemischte Materialien?Die bisher gedruckten Objekte würden tatsächlich „an handgestrickte Materialien erinnern“, sagt Scott Hudson, Professor am Institut für Human-Computer Interaction der CMU.

Bisher kann der neue Drucker nur mit Stoff arbeiten, aber Hudson ist sicher, dass es möglich sein sollte, 3D-Drucker zu entwickeln, die in einem einzigen Druck Elemente aus Stoff und Kunststoff verarbeiten können.

Wer jetzt meint, beim 3D-Druck handele es sich nur um Spielerei, der liegt falsch. Viele Experten sehen auch einen Nachhaltigkeitsaspekt in dem neuen Produktionsverfahren. Denn künftig werden Unternehmen nicht mehr ihre Produkte mit hohem Energieeinsatz zum Kunden transportieren, stattdessen werden sie Konstruktionspläne digital verschicken, die der Abnehmer lokal ausdruckt. Statt Rohstoffe verlustreich zu verarbeiten, erlaubt die sogenannte additive Fertigung (also das 3D-Drucken) eine Produktion, die nur genau so viel Material einsetzt, wie tatsächlich notwendig ist.

Wer sich jetzt nach einem frisch gedruckten Teddy sehnt, sollte sich dieses ausgesprochen knuddlige Demonstrationsvideo ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=qc-tGbMN9Ms

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