Apples neues iPhone 6S: Der CO2-Fußabdruck wird kleiner

Apples neues iPhone 6S: Der CO2-Fußabdruck wird kleiner

von Peter Vollmer

Apple arbeitet erstmals daran, den CO2-Fußabdruck des iPhones zu reduzieren. Dabei helfen Zulieferer und Umweltschutzprojekte.

Schon länger hatte Apple angekündigt, den eigenen CO2-Fußabdruck senken zu wollen. Nun gibt es für das neue iPhone 6 mit dem Zusatz "S" erste Zahlen: Rund 15 Prozent weniger CO2-Emissionen pro iPhone 6S.

Dabei haben die Kalifornier nicht nur die Herstellungs-, sondern auch die Nutzungsphase beobachtet. In Zahlen bedeutet das: 80 Kilogramm Kohlendioxid statt 95, wie noch beim Vorgänger.

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Ein kleiner Schritt mit großen Auswirkungen, immerhin konnte Apple innerhalb von drei Tagen über 13 Millionen Modelle verkaufen. Mit solchen Verkaufszahlen kommt natürlich auch eine große Verantwortung gegenüber der Umwelt - Experten sehen gerade den Handymarkt wegen des Einsatzes schwer zu recycelnder Materialien und der Wegwerfmentalität vieler Kunden sehr kritisch.

Die Fertigung ist dabei natürlich der wichtigste Hebel, hier entstehen 80 Prozent der Gesamtemissionen. Die Stores und das Hauptquartier machen nur einen kleinen Anteil aus. Zahlen, die Lisa Jackson, im Konzern stellvertretend für Umwelt-und soziale Initiativen zuständig, nun der französischen Zeitung Le Figaro verriet.

Um die CO2-Reduzierung zu erreichen, mussten auch die Zulieferer mithelfen. Die Aluminium-Gießereien arbeiten nun beispielsweise mit Wasserkraft. Die Rechenzentren von Apple arbeiten bereits seit zwei Jahren mit erneuerbaren Energien, ein Milliardeninvestment. Allerdings auch eines, das Apple deutlich unabhängiger von schwankenden Strompreisen und instabilen Netzen macht.

90 Prozent des genutzten Stroms kommen nach Unternehmensangaben aus erneuerbaren Quellen. In Deutschland sind es bereits 100 Prozent Ökostrom - allerdings hat Apple hier auch keinen hohen Verbrauch.

Nach Kritik reagiertDie Investition in Erneuerbare und der kritische Blick auf den CO2-Fußabdruck seien dabei nicht ganz uneigennützig, gab auch Jackson im Gespräch mit WiWo Green zu: „Wir sind keine Wohltätigkeitsorganisation. Eine saubere Energieversorgung ist Good Business und ein Wettbewerbsvorteil für uns.“

Apple hatte bis vor einigen Jahren große Kritik an seiner (fehlenden) Umweltpolitik einstecken müssen. 2012 fing sich das Unternehmen einen prominenten Rüffel von Greenpeace ein.

Nun strengen sich die Kalifornier mehr und mehr an, den eigenen Umwelteinfluss zu reduzieren. In China gibt es seit diesem Sommer ein von Apple finanziertes Projekt gemeinsam mit dem World Wildlife Fund. Es geht um den Schutz nachhaltig bewirtschafteter Wälder. „Wir stellen sicher, dass wir so viel nachhaltigen Nutzwald schützen und anlegen, wie nötig ist, um das Neupapier für unsere Verpackungen herzustellen“, erklärt Jackson.

Auch beim Einsatz von giftigen Metallen und Konfliktmineralien will Apple in der Mobiltelefonbranche zum Vorbild werden. Das Thema ist auch für viele Kunden relevant. Junge Unternehmen zeigen der Branche derzeit etwa mit dem Fairphone und dem deutschen Shiftphone, welches Potenzial faire Telefone haben können.

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