Dow Chemical: Chemieriese will mit Nachhaltigkeit 1 Milliarde Dollar einsparen

Dow Chemical: Chemieriese will mit Nachhaltigkeit 1 Milliarde Dollar einsparen

von Anna Gauto

Dow Chemical hat sich selbst die ehrgeizigsten CSR-Ziele der Chemie-Industrie verordnet.

Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung (CSR) sind für Konzerne schon lange keine Fremdwörter mehr. Umweltschutz ist nicht nur hilfreich fürs Image.

Unternehmen können damit auch Geld sparen und Risiken für das eigene Geschäft besser einkalkulieren. So haben Getränkehersteller etwa den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Ressource Wasser genau im Blick.

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Trotzdem lassen die sieben Nachhaltigkeitsziele, die sich das zweitgrößte Chemie-Unternehmen der Welt kürzlich verpasst hat, aufhorchen. Sie klingen nicht nur bemerkenswert ehrgeizig. Sie nennen auch konkrete Ziele und einen Zeithorizont für die Umsetzung, was sie von vielen anderen CSR-Meldungen unterscheidet.

Übergang in die KreislaufwirtschaftMit seinen "2025 Sustainability Goals" will Dow Chemical nicht weniger erreichen, als "die Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft neu zu bestimmen".

Bis 2025 will der US-Konzern „bahnbrechende Produkt-Innovationen“ entwickeln, die drei Mal so viel Energie einsparen sollen, wie sie während ihres Lebenszyklus verbrauchen.

Außerdem möchte der Chemieriese gemeinsam mit anderen Partnern aus der Industrie sechs große Projekte entwickeln, die den weltweiten Übergang in die Kreislaufwirtschaft einläuten sollen. So sollen weit mehr neue Produkte als bisher aus Abfällen entstehen.

Nachhaltigkeit spart eine Milliarde US-DollarDie gute Tat bringt allerdings auch gutes Geld: Durch seine sechsjährige Partnerschaft mit der Naturschutzorganisation The Nature Conservancy habe man bei Dow Chemical bereits Erfahrung damit, den Wert der Natur zu monetarisieren, wie das Portal Sustainable Brands berichtet.

Das hilft dem Unternehmen, durch mehr Nachhaltigkeit bis 2025 nicht nur eine Milliarde US-Dollar einzusparen oder neu zu generieren, sondern auch, das Leben von einer Milliarde Menschen zu verbessern.

Dazu sollen die Mitarbeiter der Firma Studenten und Lehrern insgesamt 600.000 Stunden ihrer Zeit zur Verfügung stellen. Auf freiwilliger Basis sollen außerdem 700 Nachhaltigkeitsprojekte weltweit umgesetzt werden.

Experten loben die ZieleDas Vorhaben schätzen Experten wie der Nachhaltigkeitsberater Andrew Winston als "wirklich beeindruckend" ein, wie der Guardian schreibt. Auch David Levine, der Vorstandsvorsitzende des American Sustainable Business Council nennt die Ziele "ermutigend".

Applaus gebührt dem Unternehmen allerdings erst, wenn es seine Ziele tatsächlich umzusetzen versucht und auch über Misserfolge transparent berichtet. Denn der Konzern ist bislang nicht nur als Umwelt-Pionier aufgefallen.

So hat das Unternehmen inzwischen eingeräumt, Gewässer an seinem Firmensitz im US-Staat Michigan mit giftigen Chemikalien verschmutzt zu haben.

Zuletzt hatte Dow Chemical im Zuge der Abspaltung seines Chlor-Alkali-Geschäfts einen Stellenabbau angekündigt. Zum Motor für die Green Economy zu werden, stünde dem Unternehmen daher besser denn je zu Gesicht.

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