E-Mobilität: Daimler plant Elektroflotte für Paketzusteller

E-Mobilität: Daimler plant Elektroflotte für Paketzusteller

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Der "Vision Van" soll ein Logistikzentrum auf Rädern werden. (Foto: Daimler AG)

von Wolfgang Kempkens

Der "Vision Van" soll Päckchen fast automatisch zustellen und nur noch per Joystick gesteuert werden. Ob das innovative Konzept aber wirklich umgesetzt wird, ist noch offen.

Als die Deutsche Post Anfang des Jahrzehnts Partner suchte, um ein Elektroauto für den Paketdienst zu entwickeln, winkte die Autoindustrie ab. Das Projekt erschien nicht profitabel genug.

Die Post nahm die Sache schließlich selbst in die Hand: Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Aachen entwickelte sie den StreetScooter, der mittlerweile mehr als 1000 Mal gebaut worden ist.

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Zumindest Daimler schien das zu wurmen, denn der Autobauer zieht jetzt nach und stellt eine Studie für ein eigenes E-Paketauto vor. Der "Vision Van" soll nicht nur den Transport von Paketen umweltfreundlicher machen, sondern dem Zusteller auch eine Menge Arbeit abnehmen.

Drohnen befördern Pakete durch die Luft

Die Paketsortierstation übermittelt dem Bordrechner die Adressen der Empfänger. Die Pakete werden so im Laderaum verstaut, dass sie in möglichst kurzer Zeit zugänglich sind. Anhand dieser Daten ermittelt der Rechner die günstigste und schnellste Route.

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Drohnen sollen dem Fahrer die Arbeit zusätzlich erleichtern. (Foto: Daimler AG)

Bei jedem Halt befördert er das abzugebende Paket zu einer Luke im Führerhaus – so muss der Zusteller nicht mehr durch den Laderaum kriechen, sondern kann das Paket bequem vom Fahrerhaus zum Empfänger bringen.  

Pakete für weiter entfernt wohnende Kunden können in der Luft transportiert werden: Daimler plant, den „Vision Van“ mit zwei Drohnen auszustatten, die jeweils zwei Kilogramm befördern können. Ihre Reichweite soll bis zu zehn Kilometer betragen.

Joystick ersetzt Lenkrad und Pedale

Dem Zusteller wird jedoch nicht nur die Paketverteilung erleichtert, sondern auch das Fahren: Das Auto hat weder Lenkrad noch Pedale, nach dem Vorbild von modernen Flugzeugen soll es eine Drive-by-Wire-Steuerung bekommen.

Ein Joystick übermittelt Befehle wie Losfahren, Bremsen und Lenken via Kabel in digitaler Form an die entsprechenden Geräte. Auf einem Display erscheinen alle für den Fahrer wichtigen Informationen: Standort, nächster Halt, Geschwindigkeit, Batteriezustand und der aktuelle Standort der Drohnen.

Revolutionäre Idee Elektroauto produziert seinen eigenen Strom

Drei Münchner wollen den Automarkt aufmischen: Sie haben ein Fahrzeug erfunden, das seinen eigenen Strom erzeugen soll. Im nächsten Jahr könnte es bereits auf der Straße sein.

7,5 Quadratmeter Fahrzeugoberfläche sind mit Solarzellen bedeckt. Gemeinsam sollen sie ein Kilowatt Strom erzeugen. (Foto: sonomotors.com)

"Der Vision Van ist ein Logistikcenter auf Rädern", sagt Volker Mornhinweg, der bei Daimler für die Vans verantwortlich ist.

Paketzustellung soll effizienter werden

Das Unternehmen verspricht sich von dem neuen Van eine Effizienzsteigerung um 50 Prozent. Dafür wird er mit einem 75-Kilowatt-Elektromotor ausgestattet. Die Reichweite liegt je nach Batteriegröße bei 80 bis 270 Kilometer, die Spitzengeschwindigkeit wird auf Tempo 80 gedrosselt.

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Die Post hat mit dem "StreetScooter" nun ihren eigenen Elektrovan.

Damit will Daimler offenbar den StreetScootern der Deutschen Post etwas entgegen setzen – denn diese müssen sich mit einem 30-Kilowatt-Motor und einer Reichweite von 120 Kilometern begnügen.

Die Fahrzeugstudie ist vom 22. September an auf der Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover zu sehen. Ob der "Vision Van" aber wirklich in Serie gebaut wird, ist noch offen.

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