Erneuerbare Energien: Konkurrenz beim Bau von Windparks wird schärfer

Erneuerbare Energien : Konkurrenz beim Bau von Windparks wird schärfer

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Die Konkurrenz beim Bau von Windparks nimmt an Schärfe zu

Der Wettbewerb beim Bau neuer Windparks verschärft sich, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. Damit wird Windenergie aus Anlagen im Landesinneren nach dem Systemwechsel von Festpreisvergütung hin zu Ausschreibungen weiter günstiger.

Der Wettbewerb beim Bau neuer Windparks nimmt an Schärfe zu. Die Bundesnetzagentur gab am Dienstag die Ergebnisse der zweiten Ausschreibungsrunde für Windenergieprojekte an Land bekannt. "Der durchschnittliche Zuschlagswert ist im Vergleich zur ersten Runde um über einen Cent pro Kilowattstunde gesunken", sagte der Präsident der Behörde, Jochen Homann. Der Durchschnittswert, also die Subvention, die der Betreiber für jede Kilowattstunde Strom bekommt, liege nun bei 4,28 Cent je Kilowattstunde. Die Bundesnetzagentur habe insgesamt 67 Geboten den Zuschlag zum Bau von Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1000 Megawatt erteilt. Dies entspricht etwa der Leistung eines Atomkraftwerks.

Die Bundesregierung hat bei Förderung von Windstrom Ausschreibungen eingeführt, um die Kosten zu senken. Den Zuschlag bekommt, wer die niedrigste Subvention fordert. Die jetzt erteilten Zuschläge gab es der Bundesnetzagentur zufolge für Gebote mit staatlich garantierten Abnahmepreisen zwischen 3,50 Cent je Kilowattstunde und 4,29 Cent. Die Projekte lägen vor allem in Ostdeutschland. Zum Zuge seien viele Bürgerenergiegesellschaften gekommen.

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Bürgergesellschaften von lokalen Privatleuten werden in den Ausschreibungen bevorzugt, um sie verstärkt an der Energiewende zu beteiligen. Sie bekommen beispielsweise wesentlich länger Zeit (54 statt 30 Monate) für die Umsetzung der Projekte. 95 Prozent des Zuschlagsvolumen entfalle auf solche Bürgergesellschaften mit vielen lokal verankerten Teilhabern, heißt es in der Mitteilung. Allerdings gibt es in der Branche Kritik, dass Stromkonzerne Bürger als Strohmänner vorschickten und damit das Gesetz umgingen. Ein Netzagentursprecher wollte sich dazu nicht äußern. Kritisiert wird außerdem, dass mangels geeigneter Flächen Länder wie Bayern, Baden-Württemberg und NRW kaum mit neuen Windanlagen bedacht werden.

Nicht nur „grün“ im zweiten Leben Kritik am Recycling von Windparks

Was passiert mit alten Windparks? Langsam stellt sich die Frage, denn viele Anlagen der frühen Generation nähern sich dem Rentenalter. Vor allem für die riesigen Windrotoren gibt es noch keine befriedigende Antwort.

Die Entsorgung alter Windparks kann aufwendig werden. Quelle: dpa

Bei der Energiewende spielen Windprojekte neben Solaranlagen eine Schlüsselrolle. Bei einer Ausschreibung für Windenergie auf See hatte im April mit dem Karlsruher Versorger EnBW erstmals ein Betreiber den Zuschlag für einen Windpark erhalten, der ganz ohne Subventionen auskommen will. Die Branche setzt darauf, dass die Baukosten für die Windparks immer günstiger werden und die Strompreise an der Börse womöglich steigen, so dass sich der Betrieb auch ohne Subventionen lohnt.

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