Fontus: Diese Flasche füllt sich selbst mit Wasser

Fontus: Diese Flasche füllt sich selbst mit Wasser

von Felix Ehrenfried

Frisches Wasser im Vorbeifahren: Ein Tüftler aus Österreich will mit einem simplen System die Wasserknappheit weltweit bekämpfen.

Geht es nach dem österreichischen Startup Fontus, dürften leere Wasserflaschen bei Radtouren oder Bergwanderungen schon bald der Vergangenheit angehören. Das Unternehmen hat sich das Konzept der Kondensation zu eigen gemacht und ein System entwickelt, das Wasserflaschen quasi im Vorbeigehen neu befüllt.

Hinter Fontus steht der Tüftler Kristof Retezár und seine Idee ist relativ simpel, doch gerade deswegen so genial: Ein kleiner Kasten wird vor den Hals einer leeren Flasche gespannt. In den Kasten kann Luft ungehindert einströmen, und wird im Inneren hinuntergekühlt. Den nötigen Strom dafür liefert eine integrierte Solarzelle. Die leitet Energie auch an einen Akku weiter, sodass das System noch bei Dunkelheit funktioniert.

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Durch das Abkühlen kondensiert die Luft und bildet Wassertropfen. Diese werden dann durch einen Filter geschleust um schlussendlich in der leeren, angeschlossenen Wasserflasche zu landen.

Mit der Idee will Retezár nicht nur durstigen Wanderern oder Fahrradfahrern quasi unbegrenzt Flüssigkeit zur Verfügung stellen. Das Konzept soll gleich den Wassermangel auf der ganzen Welt bekämpfen, denn im Prinzip könnten durch den einfachen Kondensationsmechanismus auch Gebiete mit Wasser versorgt werden, die ansonsten unter Hitze, Dürre oder Wassermangel leiden.

Fontus noch nicht perfektJedoch hat die selbstfüllende Flasche aktuell noch einige Kinderkrankheiten: So produziert das System aktuell lediglich einen Tropfen Wasser pro Minute, wie der Blog "Trends der Zukunft" berichtet. Bis die Flasche also voll ist, dürfte so einige Zeit vergehen. Außerdem muss das Filtersystem weiter verbessert werden, damit der durstige Besitzer mit dem Wasser nicht auch gleich die kompletten Schmutzpartikel aus der Luft mittrinkt.

Eine weitere Einschränkung: Die Fontus-Flasche funktioniert am besten bei Temperaturen oberhalb von 20 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent und mehr. In heißen Gegenden, in denen auch die Luft staubtrocken ist, dürfte also selbst Fontus Probleme haben, Flüssigkeit aus der Luft zu extrahieren.

Aktuell plant das Team hinter der selbstfüllenden Flasche, diese in zwei Varianten auf den Markt zu bringen: eine für Radler und eine für Wanderer. Zur Finanzierung soll schon bald eine Crowdfunding-Kampagne gestartet werden, um die Flasche für rund 100 Euro auf den Markt bringen zu können. Bis dahin ist noch einiges an Entwicklungsarbeit nötig: Für den Preis sollte sich die Flasche auch anständig füllen.

Hier geht es zu einem Video von Fontus:



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