Gadgets: Brennstoffzelle für die Hosentasche lädt Handys

Gadgets: Brennstoffzelle für die Hosentasche lädt Handys

von Felix Ehrenfried

Möglichkeiten das Smartphone zu laden, gibt es viele. Jetzt versorgt eine portable Brennstoffzelle iPhone und Co. überall mit Strom.

Möglichkeiten das Smartphone oder das Tablet zu laden, gibt es heute viele. Neben der ganz offensichtlichen der Steckdose hat ein amerikanisches Startup jüngst ein leistungsfähiges Solarpanel mit integriertem Akku zum Handyladen vorgestellt. Andere Unternehmen setzen auf Wasser als Treibstoff für das Telefon oder verwandeln gar Lagerfeuer in Energiespender für das Smartphone.

Jetzt hat das international tätige Unternehmen Intelligent Energy, ein Spezialist für mobile Energiespeicher, seine Variante des modernen Handyladens vorgestellt: Eine Brennstoffzelle to go. Das Gerät mit dem Namen Upp hat in etwa die Größe einer Stabtaschenlampe und soll genug Energie für bis zu fünf Handyladungen produzieren können.

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High-Tech im KleinenMöglich macht das die integrierte Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom erzeugt. Dabei befindet sich der Wasserstoff in einer gesonderten Kapsel, die ausgetauscht werden kann.

Intelligent Energy hat seinen Brennstoffzellenlader zwar schon vor einiger Zeit vorgestellt. Allerdings erhielt das Gerät erst vor wenigen Tagen eine Zertifizierung nach der ISO-Norm. Damit kann das Unternehmen seine Entwicklung nun international vertreiben, wie der Business Green Blog meldet.

Neben der innovativen Ladetechnik will Intelligent Energy die Kunden mit weiteren Features zum Umstieg auf den Wasserstoff-Lader überzeugen. So soll eine spezielle App den Smartphonebesitzer über verbleibende Ladezyklen, restliche Ladedauer und weitere Daten informieren. Dabei soll das Aufladen nicht länger als an der Steckdose dauern.

Woher kommt die Wasserstoffkapsel?Wann das Gerät auf den Markt kommt, hat Intelligent Energy bisher noch nicht verlauten lassen. Auch der Preis ist bisher unbekannt. Nach Informationen von CNet soll das Gerät allerdings noch im Laufe dieses Jahres in den USA erhältlich sein und 199 US-Dollar (rund 140 Euro) kosten.

Jedoch dürfte nicht nur der Ladenpreis den Erfolg des Upp bestimmen. Insbesondere die Kosten für die austauschbaren Wasserstoffkapseln sind entscheidend, wenn es um die Alltagstauglichkeit der Brennstoffzelle fürs Handy geht.

Außerdem spielt die Frage nach dem Recycling der benutzen Kapseln eine wichtige Rolle. Sollten die einfach, Nespresso-Kapseln ähnlich, im Hausmüll entsorgt werden können, ist es fraglich, wie "grün" Upp wirklich ist. Denn dann wäre die Energieerzeugung mit Wasserstoff zwar klimafreundlich, gleichzeitig aber ein Abfallproduzent.

Hier noch ein Video zum Upp:

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