Gebäude: Fassade fängt solare Wärme ein

Gebäude: Fassade fängt solare Wärme ein

von Wolfgang Kempkens

Nächster Schritt zum Ökohaus: Der indische Stahlkonzern Tata präsentiert eine Fassade, die Wärme fängt und Häuser heizt.

Der europäische Teil des indischen Stahlgiganten Tata präsentiert bis zum 19. Januar auf der Münchner Baumesse eine Fassadenverkleidung aus Stahl, die gleichzeitig als Wärmekollektor dient. Durch die Elemente mit farbigen Oberflächen zirkuliert Luft, die von der Sonne erhitzt wird. Sie lässt sich im Winter direkt zum Heizen nutzen. Dann wird die warme Luft direkt in die Büros gepustet.

Eleganter und vor allem besser steuerbar ist eine andere Verwendung der warmen Luft: Sie unterstützt das Heizsystem, indem die solare Energie per Wärmetauscher an das Wasser des Heizkreislaufs und den zentralen Warmwasserbereiter abgegeben wird. Im Sommer lässt sich die warme Luft in den Kollektoren – so paradox es klingen mag – sogar zum Kühlen der Büros oder Wohnungen hinter der Fassade nutzen.

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Das leistet eine Absorptionskältemaschine, in der ein Kältemittel verdunstet, das  von einer Salzlösung aufgesaugt – absorbiert – wird. Die dabei entstehende Verdunstungskälte wird zur Klimatisierung genutzt. Um den Kreislauf zu schließen muss das Kältemittel aus der Salzlösung wieder ausgetrieben werden. Das geschieht mit Wärme aus einem Fassadenkollektor.

Eine Verkleidung dieser Art schützt zusätzlich vor direkten Wärmeverlusten im Winter. Tata verspricht, dass die stählernen Fassaden nicht nur Jahrzehnte lang halten. Die farbig gestalteten Oberflächen sollen auch nach vielen Jahren nicht unansehnlich werden.

Hier ein Schaubild, wie die Fassade funktioniert (zum vergrößern anklicken).

 

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