Gold, Wolfram und Co.: EU will Kampf gegen Konfliktmineralien verschärfen

Gold, Wolfram und Co.: EU will Kampf gegen Konfliktmineralien verschärfen

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Eine Goldmine in Zentralafrika. (Foto: REUTERS/Emmanuel Braun/Files)

Konflikte insbesondere in Afrika werden mit dem Handel von Mineralien finanziert. Solche Konfliktmineralien sollen nun nach einer neuen EU-Leitlinie nicht mehr nach Europa gelangen.

Importeure, Hütten und Raffinerien müssen demnach künftig nachweisen, woher sie ihr Wolfram, Tantal, Zinn und Gold beziehen. Der Verhandlungsführer des EU-Parlaments, Bernd Lange (SPD), bezeichnete die Einigung als einen wichtigen Schritt, um einen Teufelskreis zu durchbrechen.

Für Umwelt- und Entwicklungsorganisationen wie Misereor ist das zu wenig. Sie kritisieren, dass für nachgelagerte Wirtschaftszweige wie die Automobil- und Elektroindustrie keine echten Prüfpflichten vorgesehen seien. Zudem halten sie es für problematisch, dass die Regeln auf vier Metalle beschränkt sind. Auch der Verband Deutscher Metallhändler kritisiert die unterschiedlichen Ansätze entlang der Wertschöpfungskette

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Eine Gruppe von Verbänden und Organisationen fordert deshalb in einer Petition unter anderem ein Klagerecht für Opfer von Menschenrechtsverletzungen aus dem Mineralienhandel oder eine Vergabe öffentlicher Aufträge nur an Unternehmen, die "ihrer menschenrechtlichen Verantwortung gerecht werden".

In den USA gibt es solch ein Gesetz bereits seit zwei Jahren. Eine Alternative sind sogenannte Bio-Metalle, die zusätzlich noch einen weniger schlimmen Einfluss auf die Umwelt haben.

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