Grüne Startups: Wie sie Google, Facebook und Apple schlagen wollen

Grüne Startups: Wie sie Google, Facebook und Apple schlagen wollen

von Jürgen Klöckner

Wirklich nachhaltig arbeitet keiner der aktuellen Technik- und IT-Giganten. Das wollen grüne Startups nutzen.

Larry Page gründete den Internetriesen Google mit dem Versprechen, nicht böse zu sein. „Dont be evil“ heißt die Unternehmensphilosophie bis heute und böse ist der Gigant wohl nie geworden. Doch wirklich gut, was immer das heißen mag, wohl auch nicht.

Ähnlich sieht es mit Facebook, Apple und Co. aus - wer wert auf Daten-, Umweltschutz, faire Arbeitsbedingungen und ähnliches legt, wird sich mit deren Produkten wohl nie richtig anfreunden. Alle Tech-Giganten eint ein bitterer Beigeschmack. Genau daraus schlagen eine Reihe von spannenden Startups Kapital: Ihr Geschäftsmodell ist keine technologische Innovation, sondern nachhaltige Geschäftspraktiken.

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Wir stellen die spannendsten Rivalen der Marktführer vor.

Ecosia, die grüne SuchmaschineGrüne Suchmaschinen gab es schon einige, sie sind aber meist gescheitert. Nicht so Ecosia. Das 2009 in Berlin gegründete Startup verzeichnet 15 Millionen Suchanfragen pro Monat. Zwar liefert Microsofts Bing die Ergebnisse - doch 80 Prozent ihrer Einnahmen spendet Ecosia einem Regenwald-Schutzprogramm. Insgesamt kamen so schon 1,3 Millionen Euro zusammen.

Nextdoor, das NachbarschaftsnetzwerkFacebook verbindet Freunde, Nextdoor verbindet Nachbarn - und möchte damit das Imperium von Mark Zuckerberg zu Fall bringen. Bei der Anmeldung müssen Nutzer ihren vollen Namen mit Adresse angeben und werden dann ihrer Nachbarschaft zugeordnet. Sie teilen sich Empfehlungen für Ärzte oder Handwerker, können sich aber auch untereinander Dienste wie Rasenmähen anbieten oder Autos verleihen. Die Nachbarschaft ist das perfekte Biotop einer Sharing-Economy: man kennt sich (oder lernt sich kennen), das Vertrauen ist hoch, die Wege kurz – genau auf diesem Potential baut Nextdoor auf.

Good Connection, das wohltätige NetzwerkGood Connection verbindet Google Plus mit einer Spendengala. Man kann seine Freunde wie beim Netzwerk des Internetgiganten Google in Kreise aufteilen - ähnlich wie im privaten Leben zeigt man so Urlaubsfotos nur den Leuten, die sie wirklich sehen sollen. Im Gegensatz zu Google Plus spendet das Startup jedoch 20 Prozent seiner Einnahmen wohltätigen Organisationen.

Fairsharemusic,  hören und spenden„You download we donate“ heißt der Werbespruch von fairsharemusic, ein noch junger Konkurrent von Apples Musikdienst iTunes. Wie beim Marktführer laden Kunden hier Musik gegen Bezahlung herunter - mit einen Unterschied: Pro Lied gehen vier Prozent des Preises an wohltätige Organisationen. Der Kunde entscheidet, welche Organisation das Geld erhält. Über 30.000 Musikfans kaufen hier regelmäßig ein und wählen aus 22 Millionen Liedern.

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