Hyperloop: Will der Tesla-Chef das Reisen nun mit Vakuumzügen revolutionieren?

Hyperloop: Will der Tesla-Chef das Reisen nun mit Vakuumzügen revolutionieren?

von Felix Ehrenfried

Tesla-Chef Elon Musk präsentiert in Kürze seinen "Hyperloop". Wir zeigen vorab, wie das Reisen der Zukunft aussehen könnte.

Bisher waren es lediglich vage Erklärungen und Vergleiche, mit denen Tesla-Chef Elon Musk seinen "Hyperloop" der Öffentlichkeit präsentiert hat. So erklärte er vor einigen Wochen, der Hyperloop sei die neue Art des Reisens und eine Mischung "aus der Concorde, einer Schienenkanone und einem magnetischen Tischhockeyspiel." Außerdem behauptete er, mit dem Hyperloop sei es möglich, wesentlich fixer als mit aktuellen Schnellzügen zu reisen und das zu einem Bruchteil der Kosten.

Heute will Musk seine Pläne für die "Schienenkanone" endlich präsentieren, wie er vor einiger Zeit auf Twitter berichtete. Damals bat er auch um Vorschläge, um seine Idee voranzubringen. Wir haben uns deshalb vorab schon einmal angesehen, was seitdem passiert ist.Will publish Hyperloop alpha design by Aug 12. Critical feedback for improvements would be much appreciated.

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— Elon Musk (@elonmusk) July 15, 2013 

Der Vorschlag von John GardiAufsehen erregte in den vergangenen Monaten der Blogger John Gardi. Er kombinierte alle Informationen, die Musk bisher zum Hyperloop durchsickern lies und bastelte daraus ein Konzept, wie das neue Fortbewegungsmittel funktionieren könnte. Für seine Zeichnungen, die er ganz primitiv mit Microsoft Paint erstellte, erhielt er zunächst wenig Zuspruch von der Internetgemeinde.

Das änderte sich aber schlagartig, wie Gardi in einem Artikel für die Online-Plattform Motherboard erzählt, als er seine Pläne direkt per Twitter an Musk schickte.

"Er antwortete innerhalb weniger Minuten" erklärt Gardi. "Das ist der beste Vorschlag bisher", so das Urteil von Musk. In der Grafik sieht man, wie Gardi die Infos von Musk zu einem kompletten Konzept kombiniert hat.

So stellt sich Gardi unter dem Hyperloop ein Röhrensystem vor, dass mittels linearer Elektromotoren und -bremsen Autos beschleunigt und abbremst. Diese fahren dann durch Röhren mit einem

starken Luftzug, sodass Geschwindigkeiten von bis zu 600 Meilen pro Stunde (rund 965 km/h) möglich sind. Das System der linearen Elektromotoren dürfte manchen vom Rummelplatz bekannt sein.

Dort sorgen solche Motoren bei manchen Achterbahnen dafür, dass die Wagen innerhalb weniger Sekunden auf mehr als 100 Stundenkilometer beschleunigt werden.

ET3 und die Evacuated Tube Transport TechnologiesDas Konzept von John Gardi entspricht in weiten Teilen den Plänen von ET3. Das Unternehmen aus Colorado ist allerdings schon einen Schritt weiter. Hier soll noch Ende des Jahres die erste Variante des Hyperloop getestet werdern.

Hier trägt das System allerdings den Namen der Firma, ET3, was für Evacuated Tube Transport Technologies steht.

Die Entwickler setzen dabei auf luftleere Röhren, durch die Kapseln mittels Linearmotoren geschossen werden. In den Röhren gleiten die Passagiere in den Kabinen auf Magnetfeldern, sodass jegliche Reibung und damit ein Geschwindigkeitsverlust vermieden wird.

Daneben soll das System überaus günstig sein. Nach Angaben von ET3 kostet eine Strecke für den Vakuumzug 90 Prozent weniger als eine gleich lange Bahn für aktuelle Hochgeschwindigkeitszüge und nur ein Viertel eines ebenso langen Autobahnabschnitts.

Sobald Elon Musk Details zu seinen Hyperloop-Plänen veröffentlicht hat, werden wir hier auf WiWo Green berichten.

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