Innovation: Das sind die hellsten LED-Leuchten der Welt

Innovation: Das sind die hellsten LED-Leuchten der Welt

von Sebastian Kirsch

Hersteller überbieten sich mit immer helleren LED. Die Energiesparer kommen jetzt in Lagerhallen zum Einsatz - sie sollen Leuchten mit Quecksilber ersetzen.

LED-Leuchten hängen von der Decke des Hangars und werfen ihr Licht auf das Flugzeug. Strahlend hell leuchtet es in der riesigen Arbeitshalle. Mit diesem Bild wirbt der deutsche Hersteller i-save energy für seine Hochleistungs-Energiesparlampen. Das Unternehmen hat eine LED-Leuchte entwickelt, die einen Lichtstrom von bis zu 28.000 Lumen erzeugt. Der Lichtstrom gibt das abgestrahlte Licht einer Lampe an, also die Helligkeit. Und die ist bei LED mittlerweile hoch genug, um bisher genutzte 400-Watt-Metalldampfstrahler in Industriehallen zu ersetzen.

Hallen von sechs bis 30 Metern Höhe lassen sich so ausleuchten. Einer haushaltsüblichen Energie sparenden Lampe reichen etwa 1000 Lumen um ein Zimmer ins rechte Licht zu rücken.

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28 000 Lumen  sind aber längst nicht der größte Lichtstrom, den LED-Leuchten derzeit erzeugen können. Das Acculite der amerikanischen Firma Juno Lighting Group schafft 33 000 Lumen. Und sogenannte Ballonleuchten der deutschen Firma Powermoon, LEDs in einem reflektierenden Lampenschirm, erreichen bis zu 70 000 Lumen. Sie lassen sich beispielsweise für Autorennen bei Nacht an der Strecke einsetzen.

Effizienz ist am wichtigstenMit zu den effizientesten gehört aber die LED-Leuchte von i-save energy. Zwar schafft sie nicht einmal halb so viel Lumen wie eine Powermoon Leuchte, erbeutet aus ihren 234 Watt Leistung aber mehr Licht: 120 Lumen pro Watt. Je mehr Lumen pro Watt, desto energiesparender und wirtschaftlicher die Lampe. Damit bietet das ApoluxLED genannte Produkt ein Energiesparpotenzial von 60 bis 80 Prozent gegenüber herkömmlichen HQI-Metalldampflampen, sagt Michael Punz, Verkaufschef von i-save energy. Noch beliefert das Unternehmen hauptsächlich Unternehmen im Ausland, erste Projekte mit führenden Unternehmen in Deutschland befinden sich aber bereits in der Testphase.

Metall-Dampflampen werden als Strahler bisher in großen Lagerhallen oder Außenanlagen eingesetzt und nutzen unter anderem Quecksilber, um Licht zu erzeugen. Eine solche Lampe kostet mit etwa 250 Euro pro Stück zwar vier- bis fünfmal weniger als die Energiespar-LED. Sie muss aber auch etwa alle 8000 Stunden ausgetauscht werden.

LEDs kommen aus ChinaDie neuen LED-Leuchten halten bis zu 50 000 Stunden. Bei einer Einsatzdauer von acht Stunden am Tag, über 365 Tage hinweg lässt sich eine solche Lampe also fast 17 Jahre lang nutzen. Nach 4-5 Jahren soll sich die Investition amortisiert haben. Ein großer Vorteil der LED: Sie lassen sich von 0 bis 10 Volt dimmen und per Bewegungsmelder aktivieren. Mit HQI-Metalldampfstrahlern ist das nur eingeschränkt möglich, da sie einige Zeit zum Anlaufen und Abkühlen benötigen.

I-save energy bezieht die LEDs für seine Module derzeit über einen chinesischen Hersteller, aber auch aus den USA. Alle anderen großen Zulieferer hätten nicht die gleichen Effizienz- und Helligkeitswerte geschafft, sagt Michael Punz. Auf dem Markt tätig sind unter anderem Philips, Osram und auch der amerikanisch Hersteller Cree.

Der hat Ende 2012 bereits ein neues Modul vorgestellt, das in LED-Leuchten bis zu 200 Lumen pro Watt Lichtausbeute bringt. Der Wettlauf um die hellsten LED der Welt hat gerade erst Fahrt aufgenommen.

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