Kraftwerk für die Hosentasche: Dieses Ladegerät kommt ohne Steckdose aus

Kraftwerk für die Hosentasche: Dieses Ladegerät kommt ohne Steckdose aus

von Wolfgang Kempkens

Handy, Kamera und Tablet-PC ohne Stromanschluss aufladen? Ein Dresdner Startup macht es möglich.

Wer kennt das nicht: Dem Handy-Akku geht der Saft aus und weit und breit ist keine Steckdose in Sicht. Die Lösung für dieses Problem passt praktisch in jede Hosentasche und sorgt derzeit auf dem Crowdfunding-Portal Kickstarter für Aufsehen.

"Kraftwerk" heißt die Entwicklung des Dresdner Unternehmens eZelleron, das Nutzer bald als mobile Ladestation für Smartphones, Tablet-PCs und andere elektronische Kleingeräte verwenden können. Alles was sie dafür benötigen, ist Flüssiggas, das es in jedem Laden gebe, so eZelleron-Chef Sascha Kühn.

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Kraftwerk macht auf Kickstarter Furore„Mit einer Kartusche lässt sich ein Smartphone zwölfmal aufladen“, so Kühn. Das Gas soll, so sein Versprechen, nicht aus Erdöl hergestellt werden, sondern aus erneuerbaren Rohstoffen.

Mit Kraftwerk scheint eZelleron voll ins Schwarze getroffen zu haben. Schon nach wenigen Tagen konnten die Dresdner fast die Hälfte des anvisierten Fundingziels von 500.000 US-Dollar einsammeln.

Das gerade einmal 200 Gramm schwere Gerät produziert Strom mit so genannten "Microtubular Metallic Fuel Cells". Das sind stäbchenförmige Brennstoffzellen, die Kohlenwasserstoffe wie Flüssiggas direkt in Strom umwandeln können.

In jedem Kraftwerk stecken fünf dieser Stäbchen, die für eine elektrische Leistung von zwei Watt sorgen. Der Gleichstrom, der aus dem USB-Anschluss des Gerätes fließt, hat eine Spannung von fünf Volt. Kühn verspricht, dass Fluggäste das Ladegerät im Handgepäck transportieren dürfen.

Das Mini-Kraftwerk ist mit 27 Patenten abgesichertLäuft die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich, wollen Kühn und sein Team das Startkapital nutzen, um das Mini-Kraftwerk zur Serienreife zu bringen und eine Produktionslinie aufzubauen.

Das Gerät ist mit 27 Patenten abgesichert. Entwicklungspartner sind die Fachhochschule Oberösterreich, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden und Materialforscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.

Mehr als 2000 Interessenten aus aller Welt unterstützen die Kampagne von eZelleron bereits. Erstbesteller konnten das Gerät für 79 Dollar (rund 65 Euro) erstehen. Geliefert wird laut eZelleron Anfang 2016. Im Laden soll das Gerät später 149 Dollar (etwa 124 Euro) kosten.

"Kraftwerk" auf Youtube



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