Licht-Innovation: Sechs Stunden Beleuchtung von Solar-Laterne

Licht-Innovation: Sechs Stunden Beleuchtung von Solar-Laterne

von Sebastian Matthes

Licht ist für Millionen Menschen immer noch ein Luxusgut. Auf der CES hat ein Startup nun eine billige Solar-Laterne vorgestellt.

Wir haben uns hier bei WiWo Green in den vergangenen Wochen öfter mit smarten Technologien befasst, die Licht in die dunkelsten Winkel dieser Welt bringen. Eine bestechend einfache Idee hat nun das Startup MPowerd in Las Vegas am Rande der Elektronikmesse CES vorgestellt: Die Luci-Solar-Laterne.

Basis dieser neuen Laterne sind ein kleines Fotovoltaikmodul und ein paar LED-Lampen. Beide sind in einem wasserdichten, etwa tassengrossen Zylinder eingelassen. Dreht man die Laterne auf die Rückseite, speichern die dort angebrachten Solarzellen sechs Stunden lang Sonnenlicht. Abends lässt sich der Zylinder aufblasen und zu einer Lampe umfunktionieren, die zwölf Stunden so hell wie eine 60-Watt-Glühbirne strahlt.

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Billig sind die Lampen mit knapp 16 Dollar allerdings nicht. Zu diesem Preis ist Juci nur für Camper oder Angler in reichen Ländern eine Option. Doch auch darüber hat MPowered nachgedacht und eine Lösung gefunden: Für knapp 20 Dollar bietet das Startup einen Buy-One-Give-One-Deal. Dabei bekommt der Kunde eine Lampe und zahlt gleichzeitig eine zweite, die dann in ärmere Länder verschickt wird.

Dort haben die Solar-Lampen vielfach positive Auswirkungen. Sie reduzieren die Abhängigkeit von Kerosinlampen, die gifitge Dämpfe und massenhaft klimaschädliches CO2 ausstoßen. Zudem verlängern sie die Tage der Ärmsten. Kinder können Hausaufgaben machen und ihre Eltern länger in ihrem Geschäft arbeiten.

Das Unternehmen, das unter anderem von dem ehemaligen Investment-Manager Jacques-Philippe Piverger gegründet wurde, existiert bereits seit einem Jahr und hat nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Monaten 5000 der Lampen verkauft. In den nächsten Wochen, so verriet Piverger Journalisten am Rande der CES, stehen die ersten Massenlieferungen mit Tausenden Lucid-Laternen an.

Um mit der smarten Laterne nun ein Massengeschaeft aufziehen zu können, sammelt Piverger mit seinem Unternehmen MPowerd seit Neuestem auch Geld bei der Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Sein Ziel: 200.000 Dollar Kapital. Wenn man bedenkt, wie schnell die Schwerkraft-Lampe zweier britischer Designer neulich zusammen hatten, scheint das nicht einmal unrealistisch zu sein.

Hier die Vision der Gründer im Video:

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