News: Atomkraft: Abschaltung in Fessenheim, Protest in Belgien

News: Atomkraft: Abschaltung in Fessenheim, Protest in Belgien

Die EU-Kommission rudert zurück: Nach der Ankündigung, die Atomkraft verstärkt fördern zu wollen, gibt sie die Verantwortung nun wieder an die Staaten ab.

Nachdem die EU-Kommission vergangene Woche angekündigt hatte, die Atomkraft in der EU verstärkt fördern zu wollen, gab es kritische Reaktionen. Nun rudert EU-Forschungskommissar Carlos Moedas zurück: "Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Wir konzentrieren uns darauf, die Nutzung der Erneuerbaren billiger und effizienter zu machen. Das ist unsere Vision", sagte Moedas der Funke Mediengruppe. "Die Zukunft liegt nicht in der Kernenergie."

Der Text enthalte einige "sehr unglückliche Formulierungen". Er gebe aber nicht die Meinung der Kommission wieder, sondern sei eine Zusammenstellung von Positionen der Mitgliedstaaten. Entsprechend werde sich die Kommission künftig nicht in die Energiepolitik der Mitgliedsländer einmischen.

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Auch wenn sich das manch einer wünschen würde: In Belgien demonstrierten am Sonntag rund 1000 Menschen für die Schließung der umstrittenen belgischen Atomkraftwerke Doel und Tihange. In Frankreich wurde bereits am Mittwochabend der Block 1 im AKW Fessenheim abgeschaltet - allerdings unfreiwillig. Eine Störung im Kreislauf des nuklearen Anlagenbereichs hätte laut Betreiber EDF zur Freisetzung von radioaktivem Wasserdampf führen können. Fessenheim gilt aufgrund seines Alters und seiner Lage an einem Staudamm als eines der unsichersten Kraftwerke Europas und soll Ende des Jahres stillgelegt werden.

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