Potatolamp: Holländischer Designer bringt Kartoffeln zum Leuchten

Potatolamp: Holländischer Designer bringt Kartoffeln zum Leuchten

von Sabrina Keßler

Jaap Elzas stellt aus Kartoffelstärke und Bambus Lampen her. Unter anderem in den Farben "Falafel" und "Pommestüte".

Jaap Elzas' Entwürfe sind oft unkonventionell. So erfand er beispielsweise schon Öko-Waschkugeln oder einen Fahrradständer für das Radfahren im Stehen. Seine neueste Idee: eine Lampe aus Kartoffelstärke und Bambus.

Die Serie des niederländischen Designers, der seit den 1980er-Jahren Möbel und Lampen entwirft, besteht aus einer Wand-, einer Tisch- und einer Bodenlampe. Erfinderisch wurde Elzas dieses Mal vor allem bei den verwendeten Materialien. Die Lampenschirme bestehen aus dem biologisch abbaubaren Kunststoff Solanyl. Der wird aus einer typischen Backzutat hergestellt, die sich aber auch als Klebstoff eignet: der Kartoffelstärke.

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Die Produktion von Solanyl erfordert laut Elzas 65 Prozent weniger Energie als die Herstellung von herkömmlichen Kunstoffprodukten wie PVC und Polyethylen. Da über 80 Prozent aller Kunststoffe nach Gebrauch im Hausmüll landen, schädigen sie normalerweise durch die Verbrennung Mensch und Natur. Solanyl-Produkte hingegen können problemlos in der heimischen Tonne entsorgt werden. Sie sind weder umweltgefährdend noch schwer recyclebar.

Die Ständer der "Potatolamp" wiederum stammen aus Bambus. Da Bambus eine schnell wachsende Grassorte ist und die Mutterpflanze jedes Jahr gleich mehrmals geerntet werden kann, ist die Lieblingsspeise der Pandabären ebenfalls ein ökologisch verantwortungsvolles Produkt. Zudem ist Bambus vollständig abbaubar und kann deswegen auch auf dem Komposter entsorgt werden.

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In fünf verschiedenen Farben bietet Elzas seine Lampen an, darunter die Varianten "Falafel" und "Aardappeleters" - zu deutsch: Pommestüte. Zwischen 29,90 und 59,90 Euro pro Stück kosten die Kartoffellampen je nach Größe und Art. Finanziert hat Elzas seine Erfindung über die Crowdfunding-Plattform Oneplanetcrowd, wo er fast 100 Geldgeber von seiner Idee überzeugen konnte. Insgesamt investierten sie knapp 4500 Euro in die Idee des Designers.

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