Soofa: Die Solarbank für das Smartphone

Soofa: Die Solarbank für das Smartphone

von Angela Schmid

Draußen relaxen und das Smartphone aufladen – mit Hilfe einer Solarbank soll das künftig möglich sein. In Essen testet RWE nun das erste „Soofa“.

Trotz aller Vorteile haben Smartphones ein Problem: die kurze Akku-Laufzeit. Besonders unterwegs kann es nerven, wenn das Handy einfach ausgeht. Zwar können mobile Ladestationen helfen. Doch die müssen eben auch den ganzen Tag mitgeschleppt werden.

Mit der Solarbank „Soofa“ soll das anders werden. Das ist eine Sitzgelegenheit, die mit 30-Watt-Solarmodulen ausgestattet ist. Mit Hilfe zweier USB-Anschlüsse, an die Ladegeräte angeschlossen werden können, können Besucher ihre Mobilgeräte an der Bank mit Sonnenkraft aufladen. Kostenlos, sogar mit WLAN. Zusätzlich ist ein Energiespeicher eingebaut, der das Laden auch ohne direkte Sonneneinstrahlung ermöglicht.

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Auch US-Präsident Obama nutzt die SolarbankErfunden haben das „Soofa“ drei deutsche Unternehmerinnen, die im US-amerikanischen Boston leben. Der Namekommt von Smart Urban Furniture Appliance. Die drei Entwicklerinneie haben das „u“ aber bewusst für das doppelte „o“ getauscht, in Anlehnung an das deutsche Wort Sofa.

In ihrer Wahlheimat in den USA kommt die Solarbank bereits an. Schon US-Präsident Barack Obama hat auf der Erfindung von Sandra Richter, Jutta Friedrichs und Nan Zhao Platz genommen.

In Deutschland wurde das erste „Soofa“ auf dem Vorplatz der RWE-Zentrale an der Kruppstraße in Essen aufgestellt. Mit der Solarbank will RWE digitale Innovation im öffentlichen Raum von Großstädten testen. „‘Soofa‘ verbindet die Themen Digitalisierung, erneuerbare Energien und Energiespeicherung auf neuartige Weise. Wir sind davon überzeugt, dass die drei Entwicklerinnen damit den Nerv der Zeit getroffen haben“, so RWE-Chef Arndt Neuhaus. Insbesondere die junge Generation, die Generation E, wachse mit dem verstärkten Bewusstsein für diese Themen auf.

Essen soll nur der Auftakt seinDass die Bank in Essen steht, passt: Die Stadt im Ruhrgebiet hat im Rahmen des EU-Wettbewerbs den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ gewonnen.

Essen soll erst der Auftakt an. Weitere Solarbänke zum Stückpreis von rund 5500 Euro sind im Essener Stadtgebiet geplant. Läuft es gut, sollen auch bundesweit „Soofas“ installiert werden.

In den USA sind die wetterwesten Bänke 2014 auf den Markt gekommen – etwa 30 sind bisher im öffentlichen Raum aufgestellt worden. Die Solarbänke können in Amerika aber noch viel mehr: Über Sensoren speichern sie Informationen aus ihrer Umgebung – Daten über Temperatur, Lärm und Luftqualität. Das alles können Bürger über eine Internetseite abrufen. Gleichzeitig können über diese Seite die Nutzer auch erfahren, ob der Ladeplatz gerade frei oder besetzt ist. In Deutschland gibt es diesen Service bisher nicht.

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