Startups: Zehn grüne Unternehmen, von denen wir 2013 hören werden

Startups: Zehn grüne Unternehmen, von denen wir 2013 hören werden

von Benjamin Reuter

Grüne Clouddienste, Carsharing-Angebote und Energiespar-Hilfen – Startups wollen 2013 mit ihren Innovationen punkten.

Sicher: Carsharing, Smart-Grid-Lösungen und fair gehandelte Produkte bringen inzwischen auch die Großen wie BMW, RWE oder Tschibo auf den Markt. Vorreiter waren aber in all diesen Bereichen Startups. Das ist immer noch so. Wer also wissen will, wie wir im Jahr 2013 nachhaltiger leben, sollte in die Gründerszene schauen – auch nach Deutschland.

Innovatives Carsharing: CiteecarAuf den ersten Blick unterscheidet das erst im Dezember gegründete Berliner Carsharing-Startup Citeecar wenig von der Konkurrenz. Nutzer können die Wagen nur an bestimmten Punkten in der Stadt abholen, zahlen dafür eine Leihgebühr und einen Monatsbeitrag – beides ist allerdings günstiger als bei den Mitbewerbern. Eine Besonderheit gibt es aber: Nutzer können sich als „Hosts“ bei Citeecar bewerben. Sie verpflichten sich, einen dauerhaft freien Parkplatz bereit zu stellen und das Auto sauber zu halten. Dafür können sie das Auto bis zu einer bestimmten Strecke jeden Monat umsonst fahren – und Citeecar muss sich nicht mehr um Parkplätze für seine Flotte kümmern.

Solaranlagenkauf leicht gemacht: GreenenergeticUm einen Fernseher zu kaufen, geht man einfach in den nächsten Elektronikhandel. Ein paar Klicks Online reichen aber auch schon. Wer sich dagegen eine Solaranlage zulegen möchte, muss sich mit langwierigem Kleinklein befassen. Das Kölner Startup Greenenergetic will die Anschaffung und Installation eines Sonnenkraftwerks für Eigenheimbesitzer jetzt so einfach wie den Fernsehkauf machen – Beratung und Techniktipps inklusive.

Klimafreundlich shoppen: Get-NeutralBisher ist es so gut wie unmöglich, den CO2-Fußabdruck von Produkten des täglichen Bedarfs zu ermitteln – und daraufhin zu neutralisieren. Das bedeutet, das man die Treibhausgas-Emissionen ausgleicht, die die Herstellung und der Transport der Tiefkühlpizza oder des Joghurts verursacht hat. Genau das macht neuerdings aber die App des Reutlinger Startups Get-Neutral möglich. Einfach im Supermarkt den Barcode mit dem Smartphone einscannen und die CO2-Bilanz checken. Die Emissionen neutralisieren unter anderem Sponsoren der App am Ende des Jahres in Klimaschutzprojekten.

Grünes Datenlager: GreenQloudCloud-Dienste sind bei Privatnutzern ebenso wie bei Unternehmen gerade sehr in Mode. Dumm nur, dass der Strom für die riesigen Onlinedatenbanken zum größten Teil aus fossilen Kraftwerken stammt. Noch dümmer: Datendienste verbrauchen mehr Energie als der gesamte weltweite Luftverkehr! Für diejenigen, die ihre Videos, Musiktitel oder Dokumente nachhaltig auslagern wollen, bietet das Isländische Startup GreenQloud die Lösung. Der Standortvorteil macht es möglich: Die Nordlichter betreiben ihre Datencenter mit 100 Prozent grüner Energie aus Erdwärme und Wasserkraft.

Zukunft für E-Taxis: Green Transport SàrlGut, nach Genf werden die wenigsten im kommenden Jahr fahren. Taxiunternehmer könnten sich dort aber eine gute Idee abschauen. Denn das Schweizer Startup Green Transport Sàrl baut dort gerade einen grünen Fahrservice auf, der ausschließlich Hybrid- oder Elektroautos wie den Toyota Prius oder den Renault Fluence nutzt.

Stromkosten sparen einfach gemacht: Tenrehte TechnologiesSo einfach sollten Einsparungen bei Energie immer sein. Das US-Startup Tenrehte Technologies hat eine „Zwischensteckdose“ entwickelt, die den Energieverbrauch eines Gerätes ermittelt und per Datenfunk auf den Computer überträgt. Dafür wird das Gerät von der Größe einer Zigarettenschachtel einfach zwischen, zum Beispiel, die Waschmaschine und die Steckdose geklemmt. Ist der Strom zu einer bestimmten Tageszeit günstig, lässt sich die Maschine auch von unterwegs anschalten. Der Nachteil: Bisher gibt es die Picowatt genannte Smart-Home-Box nur in den USA. Außerdem gibt es in Deutschland bisher keine flexiblen Strompreise für Endkunden. Beides könnte sich im Zuge der Energiewende aber bald ändern.

Heizkosten sparen einfach gemacht: FuturewattDas Berliner Startup Futurewatt hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine der wichtigsten Voraussetzungen der Energiewende endlich aufs Gleis zu heben: die Energieeffizienz im Gebäudebereich. Dabei nimmt sich das Team um die Gründer Philipp Pausder und Florian Tezlaff besonders dem Thema Wärme an. Eigenheimbesitzer, Unternehmer und bald auch Mieter und Vermieter können sich auf der Online-Plattform heizkosten-senken.de beraten lassen, wie sie ihren Wärmeverbrauch mit neuer Technik oder Gebäude-Dämmung am besten reduzieren können.

Strom selbst produzieren – und selbst verbrauchen: KiwigridUnd noch einmal das Thema Smart Home – diesmal vom Dresdner Startup Kiwigrid. Die Sachsen vernetzen alle elektronischen Geräte in Eigenheimen, Mehrfamilienhäusern oder Unternehmen über eine Software und führen sie mit Stromerzeugungsanlagen wie Solarpanelen zusammen. Immer wenn Sonnenstrom produziert wird, lässt er sich so punktgenau verbrauchen. Das Motto: Wäsche waschen, wenn die Sonne scheint.

Investieren in grünen Strom: SunnycrowdCrowdfunding ist derzeit in aller Munde. Wer ausschließlich Erneuerbare-Energien-Projekte sucht, in die er investieren will, ist künftig bei Sunnycrowd richtig. Das Startup aus Saarbrücken will Investitionsmöglichkeiten in Photovoltaik- und Windpark-Projekte für jedermann anbieten.

Morgens ein Schluck Entwicklungshilfe: CoffeecircleWer mit dem morgendlichen Kaffee auch gleich noch einen Schluck gutes Gewissen haben möchte, für den sind die Berliner von Coffeecircle die erste Anlaufstation. Pro Kilogramm äthiopischem Kaffee, den Kunden über die Webseite erwerben, geht ein Euro direkt in Hilfsprojekte wie Schulen in dem afrikanischen Land. Umwege über Fair-Trade-Siegel oder Hilfsorganisationen nimmt das Geld nicht, denn Coffeecircle engagiert sich direkt in Projekten vor Ort. Außerdem werden die Kleinbauern unterstützt, die den Kaffee liefern. Genaue Informationen, was Coffeecircle von anderen Fair-Trade-Anbietern unterscheidet, gibt es hier.

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