Studie zum Fahrzeugabsatz: E-Autos führen Automarkt spätestens 2030 an

Studie zum Fahrzeugabsatz: E-Autos führen Automarkt spätestens 2030 an

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Noch Messe-Objekt, bald Alltag auf deutschen Straßen? In etwa 14 Jahren sind Stromer in der Mehrheit, so eine neue Studie.

von Angela Schmid

Der Durchbruch komme in 14 Jahren, schätzt ein Analyseteam von PwC - dann hätten E-Autos den größten Marktanteil.

Trotz Kaufprämie und Werbeoffensive: Die Elektromobilität kommt nicht ins Rollen. Und trotzdem könnte schon 2030 jeder dritte in Europa zugelassene Neuwagen ein Elektroauto sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Analyse- und Prognoseteam von PwC Automotive.

Mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent werden dann Stromer erstmals vor Autos mit konventionellen Verbrennungsmotoren (28 Prozent) liegen. Den Rest des Marktes teilen sich nach Ansicht der Analysten Hybride unterschiedlicher Bauarten.

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In Asien geht es flotter. "Für den chinesischen Markt gehen wir davon aus, dass reine E-Autos schneller auf signifikante Volumen kommen. Schon 2030 dürfte der Marktanteil von Elektrofahrzeuge bei mehr als 40 Prozent liegen", so Felix Kuhnert, Leiter Automotive bei PwC in Europa.

Kaum Zunahme in den kommenden Jahren

Bisher dominieren mit 97 Prozent aller Neufahrzeuge in der EU noch Benziner und Dieselautos den Markt. Der Rückgang ist schleppend. Bis 2020 sinkt der Anteil der Verbrenner auf knapp 90 Prozent, 2025 werden es dann noch etwa 50 Prozent und erst 2030 nur noch gut 15 Prozent sein.

Auslöser für den Trend sind für PwC die im vergangenen Jahr in Paris für 2050 festgelegten Ziele einer globalen CO2-Neutralität (COP21). Bei einem durchschnittlichen Verkaufsvolumen von knapp 67 Millionen PKW brauchen die Autohersteller zwischen 14 und 20 Jahre, um CO2-intensive Autos gegen saubere Pendants auszutauschen. "Das bedeutet, dass die Automobilindustrie schon ab 2030 in der Lage sein sollte, überwiegend CO2-neutrale Autos anzubieten", so Christoph Stürmer, Global Lead Analyst von PwC Autofacts.

Laut den Prognosen der PwC- Experten vollzieht sich der Durchbruch alternativer Antriebstechnologien in zwei Etappen. Für die nächsten Jahre sind zunächst kleinere Technologieschritte zu erwarten, wie der stärkere Einsatz des sogenannten 48-Volt-Bordnetzes, was die Hybridtechnologie günstiger macht. Momentan handelt es sich zwar nur bei etwa jedem 100. Neufahrzeug in der EU um einen "Mild-Hybrid". Bis 2025 könnten es aber fast 25 Prozent sein. Dann setzt die zweite Etappe ein: Der "Siegeszug der E-Fahrzeuge" werde kommen, ist Kuhnert überzeugt.

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Der Uniti soll 150 Kilometer Reichweite haben und maximal 90 km/h schnell sein. Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne kann der Prototyp gebaut werden.

Urban umweltfreundlicher unterwegs sein, das soll mit dem Uniti gelingen. (Uniti)

Eine entscheidende Rolle beim Durchbruch der E-Mobilität hat PwC zufolge die Politik – das Spektrum der Fördermaßnahmen reicht vom deutschen Umweltbonus bis zu einem lokal begrenzten Verbot von Verbrennungsmotoren wie in den Innenstädten von London oder Hannover. Stürmer: "Dabei beschränkt sich die Debatte nicht nur auf den Klimaaspekt. Der chinesischen Regierung etwa geht es in erster Linie darum, die Luftqualität in den Metropolen zu verbessern."

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