Unternehmen: Apple will künftig sauberer produzieren lassen

Unternehmen: Apple will künftig sauberer produzieren lassen

von Benjamin Reuter

Der Technikriese Apple will grüner werden – das soll auch für die Zulieferer-Fabriken in China gelten.

Apple, das wohl wichtigste Technikunternehmen der vergangenen Jahre, will grüner werden. Schon jetzt geschieht die Energieversorgung der vier Datenzentren des Unternehmens in den US-Bundesstaaten North Carolina, Oregon, Kalifornien und Nevada mit Grünstrom aus Windkraftwerken, Solaranlagen, Wasserkraft, Erdwärme und Biogas.

Über die Datenzentren laufen Services und Funktionen wie Siri, der App- und iTunes-Store, Kartendienste und iMessage (ein SMS-Dienst).

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Im Mai hatte Apples Umweltchefin Lisa Jackson im Interview mit WiWo Green angekündigt, dass der Konzern neben mehr Engagement beim Recycling auch die Produktion seiner Produkte umweltfreundlicher gestalten will. Die Ziele hat Apple jetzt konkretisiert

Der Hintergrund: In den vergangenen Jahren hatten Umweltgruppen dem Unternehmen immer wieder vorgeworfen, dass Arbeiter in chinesischen Fabriken durch giftige Chemikalien gefährdet seien; unter anderem durch krebserregende Benzole und N-Hexan, das Nervenschäden verursachen kann. Sie finden sich vor allem in Lösungs- und Reinigungsmitteln.

Eine vier Monate dauernde Untersuchung durch Apple-Mitarbeiter in 22 chinesischen Fabriken, die insgesamt rund 500.000 Menschen beschäftigen, die iPads, iPhones und andere Produkte für das Unternehmen produzieren, fand keine Hinweise auf eine Gefährdung. In vier Fabriken stellten die Prüfer allerdings ungefährliche Mengen der Chemikalien fest (hier die Ergebnisse der Untersuchung als PDF).

Um auf Nummer sicher zu gehen, verbietet Apple ab dem 1. September allen Zulieferern die Verwendung der beiden Stoffe in Lösungs- und Reinigungsmitteln. Unabhängige Kontrollen sollen die Einhaltung sicherstellen.

Auch in den Produkten selbst sollen weniger potenziell gesundheitsschädliche Materialien zum Einsatz kommen. Dafür will Apple nun eine Expertengruppe schaffen, die nach Alternativen für bisher benutzte Chemikalien sucht und entsprechende Forschung unterstützen. Genaue Angaben darüber, welche Stoffe aus den Produkten verbannt werden sollen, macht das Unternehmen allerdings nicht.

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