Unternehmer-Award: Vier Projekte für eine bessere Welt

Unternehmer-Award: Vier Projekte für eine bessere Welt

von Jan Willmroth

Die Gewinner des Wettbewerbs "The Power of Small" von Ashoka Changemakers und dem Softwarekonzern SAP stehen fest. Wir stellen sie vor.

Ohne lange nachzudenken: Wie funktioniert Entwicklungshilfe am besten?

Indem man Bürgern vor Ort ermöglicht, ihr eigenes Geschäft aufzubauen oder zu erweitern. Das kann der einfache Bauer sein, der sich mit einem Mikrokredit einen Pflug kauft, oder eine Service-Gesellschaft, die junge Leute aus dem Slum zu Softwareentwicklern anlernt. Soziales Unternehmertum ist die vielleicht beste Antwort auf die lange ungelöste Frage, wie etwas Langfristiges dort entstehen kann, wo früher nur verteilt wurde. Wie beim Bauern fängt das im Kleinen an.

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Das globale Sozialunternehmer-Netzwerk Ashoka Changemakers hat deshalb gemeinsam mit dem Softwarekonzern SAP den Wettbewerb "The Power of Small" ins Leben gerufen, dessen Gewinner nun feststehen. Aus 370 Einsendungen aus 69 Ländern wählten die Juroren elf Finalisten aus - und ließen die Changemakers-Gemeinde online darüber abstimmen, welche vier Projekte das Preisgeld von je 10.000 Dollar sowie technologische Untersützung von SAP erhalten sollen.

Hier sind die Gewinner und ihre Ideen:

Adel steht für Agência Desenvolvimento Econômico Local, und heißt übersetzt Agentur für lokale Wirtschaftsentwicklung. Die Agentur aus dem brasilianischen Ceara baut derzeit ein Trainingszentrum für junges Unternehmertum. Dort lernen junge Leute Landwirtschafts- und Management-Kenntnisse, um mit Unterstützung von Adel eigene Geschäftsmodelle zu entwickeln. Außerdem schafft die Organisation ein Informationszentrum und Online-Netzwerk für ihre Unternehmer, in dem sie sich etwa über Ideen, Geschäfte und Finanzierungsmöglichkeiten austauschen.

MFA ist der Microfinance Accelerator des südafrikanischen Sozialunternehmens The Clothing Bank, das arbeitslosen Müttern hilft, ein eigenes kleines Geschäft aufzubauen, in Kooperation mit The Business Place, einem Netzwerk von Hilfezentren für Kleinunternehmen in Südafrika. MFA soll als Scharnier zwischen Franchisegebern und potenziellen Franchisenehmern funktionieren. Letzere unterstützt die Organisation zwei Jahre lang, um ihnen langfristigen Erfolg zu gewährleisten.

MeuSoft kommt wie Adel aus Brasilien und ist ein Ableger der Software-Firma Dossier Digital. Das Start-Up entwickelt und vertreibt Apps für kleine Dienstleistungsunternehmen. Ziel ist die digitale Integration der Kleinstunternehmen, um möglichst viele zu vernetzen. Die Apps werden dabei von Jugendlichen aus benachteiligten Regionen programmiert, die in kooperativen Netzwerken organisiert sind und als selbstständige Softwareentwickler arbeiten. So schafft das Projekt zweierlei: Cloud-Angebote für Kleinstunternehmer und Programmierkenntnisse für Jugendliche.

Wennovation Hub ist ein Projekt des nigerianischen Unternehmens LoftInc Allied Partners. Der Hub ist eine Art Inkubator für Start-Ups, wie es sie in ähnlicher Form auch hierzulande gibt. Die Organisation unterhält ein großes internes und externes Netzwerk, um die jungen Unternehmen zu unterstützen. Von der Idee bis zum Unternehmen nehmen sich die Projektverantwortlichen dann sechs Monate Zeit. Wichtiger Unterschied zu gewöhnlichen Inkubatoren: Die Unternehmer kommen mit ihren Ideen allein zu dem Projekt - und verlassen es als Geschäftspartner mit konkreten Konzepten.

Eine Übersicht aller Finalisten und Gewinner gibt es hier.

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