US-Energiebranche: Tesla will SolarCity kaufen

US-Energiebranche: Tesla will SolarCity kaufen

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Tesla-Gründer Elon Musk bei einer SolarCity-Konferenz in New York, 2015. Er sitzt im Vorstand beider Unternehmen.

SolarCity gehört zu den erfolgreichsten US-Solarunternehmen. Mitgründer Elon Musk möchte es nun in Tesla aufgehen lassen.

Wir verabschieden uns aus dem Zeitalter der fossilen Brennstoffe - und mehr und mehr Autobauer stellen sich darauf ein. Kaum ein E-Autobauer, der nicht auch ein Tochterunternehmen im Akku-Bereich besitzt. Einer der Pioniere in dem Bereich war Tesla, das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk. Und dieser geht nun noch einen Schritt weiter: Um auf dem Strommarkt aktiver zu werden, soll Tesla SolarCity kaufen.

Das Unternehmen bietet Komplettlösungen für Ökostrom an, vom Aufbau bis zur Vermarktung von Ökostrom-Anlagen. Schon bei der Gründung war Musk involviert - SolarCity wird von zwei Cousins geleitet, denen er die Gründung auch finanziell schmackhaft machte. Bis heute ist er noch mit 20 Prozent an SolarCity beteiligt.

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Nun hat er mit Tesla ein milliardenschweres Angebot für die Solarfirma abgegeben. Zwischen 26,50 und 28,50 US-Dollar wolle der Autobauer pro SolarCity-Aktie zahlen. Daraus würde sich ein Kaufpreis von ungefähr 2,6 bis 2,8 Milliarden Dollar (2,5 Mrd. Euro) ergeben.

Das ist etwas mehr als das Unternehmen derzeit wert ist - allerdings will Tesla auch nur in eigenen Aktien bezahlen. "Wir wären in der Lage, die Kernkompetenzen beider Unternehmen zu maximieren und auszubauen", schrieb das Tesla-Management im Firmen-Blog. Als Ziel geben Musk und seine Mitstreiter aus, Kunden zu ermöglichen, Energie so "effizient und nachhaltig wie möglich" zu nutzen - sowohl beim Autofahren als auch in Eigenheimen, Betrieben oder Geschäften.

Nicht alle Aktionäre sind begeistert

SolarCity kündigte laut DPA in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC an, das Angebot sorgfältig prüfen zu wollen. Angesichts der engen Verflechtungen der Unternehmen wäre es überraschend, wenn der Deal nicht zustandekäme. Mit seiner über 20-prozentigen Beteiligung an SolarCity hat Musk, der auch Vorsitzender des Verwaltungsrats ist und seine Cousins bei der Gründung der Firma unterstützte, enge Vertraute und großen Einfluss bei der umworbenen Gesellschaft.

Bei Anlegern sorgte das Übernahmeangebot für heftige Reaktionen. Während die Aktien von SolarCity nachbörslich zunächst um über 26 Prozent stiegen, ging es für die Tesla-Papiere zeitweise um mehr als zwölf Prozent nach unten. Seit Jahresbeginn hat die Aktie von Tesla - eigentlich über Jahre ein hochgehandelter Liebling der Wall Street - trotz großer Euphorie um den Ende März vorgestellten Mittelklasse-Stromer "Model 3" rund 8,5 Prozent eingebüßt.

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