US-Präsidentschaftswahl: Hillary Clinton will USA zur "Erneuerbaren-Supermacht" machen

US-Präsidentschaftswahl: Hillary Clinton will USA zur "Erneuerbaren-Supermacht" machen

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Clinton beim Besuch einer Fertigungsanlage in Warren, Michigan.

Mehr Erneuerbare, mehr Export - die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat sich einiges von Deutschland abgeschaut.

Deutlicher als bislang zuvor hat sich die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton für eine Energiewende in den USA ausgesprochen. Die Erneuerbaren sollen ein Eckpfeiler der US-Wirtschaft werden. Wörtlich sagte sie: "Ein Land wird die Supermacht der sauberen Energie im 21. Jahrhundert sein und Millionen von Arbeitsplätzen schaffen - wahrscheinlich entweder China, Deutschland oder Amerika."

Sie würde sich wünschen, wenn die USA diese Rolle übernehmen würden, sagte sie gestern in Warren - einem Vorort der US-Autostadt Detroit, die in den vergangenen Jahren einen wirtschaftlichen Abschwung erlebt hat.

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Schon zuvor hatte Clinton betont, die USA sollen soviel Energie aus erneuerbaren Quellen generieren, dass jeder Haushalt damit seinen Bedarf decken könne. Die Technologien sollen Millionen Arbeitsplätze schaffen, zum Exportschlager werden und so Städten wie Detroit wieder eine ökonomische Perspektive bieten.

Clintons klare Unterscheidung zu Trump

Ihr republikanischer Konkurrent Donald Trump hingegen verspricht eine Rückbesinnung auf die alten, traditionellen Energiereserven der USA: Kohle und Öl. Umweltrichtlinien, die der Ausbeutung von Bodenschätzen derzeit entgegenstehen, will er abbauen. Zehntausende Bergleute sollen wieder in teils bereits geschlossenen Kohlegruben einfahren, Erdöl-Metropolen wieder blühen.

Beide vorhaben sind schwierig: Während die Preise für fossile Energieträger zum großen Teil von den wichtigsten ölfördernden Ländern abhängen und den USA entsprechend wenig Planungssicherheit und teilweise hohe Ausgaben versprechen, bieten die Erneuerbaren zwar günstige und saubere Energie - allerdings sind dafür höhere Forschungs- und Investitionskosten nötig.

News Die meisten neuen Energiequellen in den USA sind Erneuerbare

68 Prozent des Stroms aus neu angeschlossenen Energiequellen stammte 2015 von Erneuerbaren.

Außerdem sprach sich Clinton klar gegen das umstrittene transpazifische Handelsabkommen TPP aus. "Ich bin jetzt dagegen, ich werde es nach der Wahl bekämpfen und ich werde es bekämpfen, wenn ich Präsidentin bin", sagte sie. Mit dem Abkommen wollen die USA ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit elf weiteren Pazifik-Ländern regeln. Experten sehen im Falle eines Scheiterns von TPP auch größere Gefahren für ein amerikanisch-europäisches Abkommen (TTIP).

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