Vordenker: Tesla-Chef Elon Musk will das Reisen neu erfinden

Vordenker: Tesla-Chef Elon Musk will das Reisen neu erfinden

von Felix Ehrenfried

Reisen mit Lichtgeschwindigkeit, recycelbare Raketen und ein Superzug - Elon Musk über die Mobilität der Zukunft.

Er baute das Bezahlsystem PayPal auf und hat als CEO des Autoherstellers Tesla geradezu raketenartig Erfolg: Elon Musk. Der Mobilitätsvordenker hat Elektroautos salonfähig gemacht, indem er ihnen hohe Reichweiten gab, sie komfortabel zu fahren machte und optisch teuren Nobelkarossen anglich. Musk macht Öko zum Aha-Erlebnis.

Doch der Unternehmer hat größeres vor, als "nur" Elektroautos zu etablieren. Das erklärte er kürzlich auf der D: All Things Digital-Konferenz in Kalifornien. Das Treffen wird vom Wall Street Journal organisiert und gilt als eine der einflussreichsten Veranstaltungen im digitalen Bereich. Seit der ersten Konferenz im Jahr 2003 erklären hier Jahr für Jahr Vordenker der digitalen Industrie, was sie bewegt und wo es in Zukunft hingehen kann.

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Dass dabei kühne und kühnste Ideen präsentiert werden, versteht sich von selbst. Doch was Tesla-Chef und Digital-Guru Musk dieses Jahr dem gebannten Publikum erzählte, klang eher nach einer Session mit bewusstseinserweiternden Drogen. Musk erklärte zum Beispiel, dass es möglich sein könnte, mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen.

Musk versuchte sich immerhin auch an einer Erklärung, wie dieser enorme Geschwindigkeitssprung möglich sein könnte: "Es ist theoretisch möglich, die Raumzeit zu krümmen, man reist also eigentlich nicht schneller als das Licht, sondern der Raum in dem man unterwegs ist, bewegt sich." Das klingt nicht direkt einleuchtend, kommt doch der Begriff Raumzeit aus der Relativitätstheorie und ist somit anspruchsvolle Physik.

Vereinfacht gesagt, spricht Musk davon, dass man seine eigene Position in Abhängigkeit von der Zeit so verändert - im Fachjargon krümmt - so dass man sich schneller als das Licht bewegt. Diese Theorie wird zwar schon seit längerem in der Physik diskutiert, jedoch gibt es niemanden der weiß, wie das praktisch umzusetzen sein könnte.

Wie es genau funktionieren könnte, ließ auch der Tesla-Chef offen, erklärte allerdings: "Solch ein Antrieb kann kommen, muss aber nicht." Relativ wage also.

Eine Kolonie auf dem MarsNeben diesen kühnen Aussagen wirkten die anderen Ideen, die Musk auf dem Podium präsentierte, fast langweilig. Ziemlich innovativ sind sie trotzdem.

Musk ist seit 2002 in SpaceX involviert. Mit dem Unternehmen will er Leben auf dem Mars ermöglichen. Musk investierte rund 100 Millionen US-Dollar (76,5 Millionen Euro) seines privaten Vermögens in SpaceX. Der wichtigste Baustein, um dieses Ziel möglichst schnell zu erreichen sei, so Musk, eine Rakete die günstig und wiederverwendbar ist. Weil heutige Raketen meist nur einmal verwendet werden sind Reisen ins All sehr teuer, kommen doch zu den immensen Kerosinkosten jedes Mal noch die Kosten der Entwicklung und Herstellung einer neuen Rakete.

Könnte man die Kosten für das Material verringern, sodass nur noch Spirtkosten anfallen, wären Reisen ins All wesentlich günstiger. Und an dieser Front gebe es auch schon Erfolge bei SpaceX, erklärte Musk. Wann sein Weltraum-Tesla einsatzbereit ist, sagte er aber nicht.

Aber wieso ist Musk überhaupt in einer menschlichen Kolonie auf dem Mars interessiert? "Die Zukunft der Menschheit wird sich in zwei Richtungen entwickeln. Entweder wird sie sich auf mehreren Planeten abspielen oder sie beschränkt sich weiterhin auf einen Planeten. Es könnte vielleicht ein Naturereignis passieren, das sie dort komplett auslöscht."

Neuartige Verkehrskonzepte für KalifornienDaneben berichtete der 42-jährige Musk von seinem Projekt Hyperloop. Was das genau ist? "Eine Mischung aus der Concorde, einer Schienenkanone und einem magnetischen Tischhockeyspiel." Das klingt verrückt und erlaubt keinerlei Vorstellung, was sich dahinter verbergen könnte. Es könnte sich allerdings um eine neuartige Form des Fernverkehrs ha

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