Grüne Geldanlage: Großinvestoren rücken von Kohle ab

WWF-Studie: Großinvestoren rücken von Kohle ab

Eine Studie des Umweltverbands WWF zeigt: Europäische Fonds und Vermögensverwalter verschieben ihre Investitionen vermehrt zu grünen Technologien. Jedoch beantwortete ein Großteil der Befragten die Umfrage nicht.

Etliche Versicherer und Fonds in Europa stellen sich laut einer Studie des Umweltverbands WWF im Sinne des Klimaschutzes langsam darauf ein, ihr Geld statt in Kohle in grünen Technologien anzulegen. Doch lassen sich längst nicht alle Großanleger in die Karten schauen, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Der WWF forderte den G20-Gipfel Ende der Woche auf, Regeln für mehr Transparenz zu unterstützen.

Der WWF hatte 80 Versicherer, Pensionsfonds und Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 11,6 Billionen Euro kontaktiert, um zu analysieren, ob die Investitionen mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens in Einklang stehen. Zunächst 30 Unternehmen und Organisationen stellten Daten zur Verfügung. Investoren aus Deutschland waren nicht dabei.

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Fast alle der 30 Großanleger hatten - nach einem von der Internationalen Energie-Agentur entwickelten Maßstab - nur noch derart begrenzte Investitionen in Kohlegruben, dass sie den Zielen des Pariser Abkommens nicht entgegenstehen, wie der WWF berichtete.

Verkehrte (Finanz)welt Große Renditen durch grüne Investments – ein Trugschluss?

Studien zeigen: Investments nach sozialen und umweltfreundlichen Faktoren erbringen Überrenditen. Ein Staatsfonds musste zuletzt allerdings das Gegenteil erfahren. Ist das Gras der „Green Investments“ doch nicht grüner?

Ist das Gras der „Green Investments“ nun doch nicht grüner? Quelle: Fotolia

Anders sah es bei Investitionen in Kohlekraftwerke aus: Knapp die Hälfte der Investoren hatten den Angaben zufolge mehr Geld in solche Meiler gesteckt als mit dem Pariser Abkommen vereinbar. Die Investitionen in erneuerbare Energien entsprachen bei mehr als der Hälfte der Anleger den Zielen des Abkommens.

Co-Autor Jan Vandermosten sagte der Deutschen Presse-Agentur, es handele sich um die erste Studie dieser Art. Man sei auch mit jenen Institutionen im Gespräch, die noch keine Angaben veröffentlicht hätten. Aus den Ergebnissen ergäben sich zwei Forderungen: Investitionen müssten offen gelegt werden. Und jede Geldanlage müsse in einer Art Stresstest auf Klima-Verträglichkeit geprüft werden.

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