Zug mit 1000 km/h: Teststrecke für Hyperloop geplant

Zug mit 1000 km/h: Teststrecke für Hyperloop geplant

von Benjamin Reuter

Technikwunderkind Elon Musk will einen Zug bauen, der Flugzeugen Konkurrenz macht. Die Teststrecke soll in Texas entstehen.

Eigentlich kann Elon Musk seine Fans und Kritiker gar nicht mehr überraschen. Der Chef des kalifornischen Elektroautobauers Tesla will nicht weniger als die Autoindustrie mit E-Autos revolutionieren, Billigraketen für Weltraumflüge bauen und neue Planeten kolonisieren, das Internet an jeden Flecken der Welt bringen – und ja – einen Zug bauen, der bis zu 1000 Kilometer Strecke in der Stunde schafft; quasi als Ersatz für die Fliegerei. Keine Idee scheint Musk zu waghalsig und kühn.

Ideen haben und sie umsetzen sind aber bekanntlich zwei verschiedene paar Schuhe. Deshalb kam die Ankündigung nun durchaus überraschend, dass Musk eine Teststrecke für seinen Hyperloop genannten Superzug bauen will. Wahrscheinlich in Texas. Vorgestern twitterte Musk:Will be building a Hyperloop test track for companies and student teams to test out their pods. Most likely in Texas.

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— Elon Musk (@elonmusk) January 15, 2015Die Teststrecke soll auch Schauplatz eines jährlichen Rennens sein:Also thinking of having an annual student Hyperloop pod racer competition, like Formula SAE http://t.co/HV9BLCoMb8

— Elon Musk (@elonmusk) January 15, 2015

 Laut den ersten Ideen von Musk soll der Schnellzug grob so funktionieren:

- 28 Passagiere werden in einer Kapsel sitzen, die in einer Röhre steckt – eine menschliche Rohrpost sozusagen. Auf den Röhren befinden sich Solarpanels, die den Strom für die Fortbewegung liefern.

- die zwei Röhren für jeweils eine Fahrtrichtung liegen auf Stelzen, ähnlich dem Transrapid

- die hohe Geschwindigkeit von 600 Meilen pro Stunde (manche Beobachter gehen sogar von 800 Meilen pro Stunde aus) sollen die Kapseln erreichen, indem sie durch einen Luftzug angesaugt werden und auf Luftkissen fahren

Wie viel die Teststrecke kosten soll und wann sie fertig ist, hat Musk allerdings nicht verraten. An dem Zugprojekt sollen Ingenieure der Flugzeugbauer Boeing und Airbus, seiner eigenen Raketenfirma SpaceX und der Nasa mitarbeiten.

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