Zum Selbstbauen: Kinderrad, Schlitten und Roller aus einem DIY-Kit

Zum Selbstbauen: Kinderrad, Schlitten und Roller aus einem DIY-Kit

von Tobias Finger

Einfach Selbstmachen: Aus den Niederlanden kommt mit den Infento Kits innovative Kinderspielzeuge auf den Markt.

Für Kinderfahrräder gibt es unzählige Modelle und Hersteller. Problematisch wird es aber, wenn die Kleinen noch wachsen und gefühlt jedes Jahr ein neues Rad angeschafft werden müsste. Die niederländischen Designer Spencer Rotting und Sander Letema haben deshalb einen Schritt weiter gedacht und die „weltweit ersten, wirklich selbstbaubaren Räder“ entwickelt.

Ihr Infento genanntes Projekt ist ein Do it Yourself-Kit, aus dem Kinder zusammen mit ihren Eltern eine Vielzahl verschiedener Fortbewegungsmittel zusammenbauen können. Von Balance-Bikes über Liegeräder und Roller bis hin zu Schlitten können die Einzelteile zu den verschiedensten Gefährten kombiniert werden. Sogar die Möglichkeit, einen Elektro-Motor zu verbauen, soll es geben und auch andere „AddOns“ können dazugekauft werden.

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Drei verschiedene Bausätze bieten "unendliche Erzeugnisse"Infento kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie unendliche Erzeugnisse. Dementsprechend funktioniert das System wie ein Legobausatz für lebensgroße, funktionierende Fahrzeuge. Drei verschiedene Bausätze wollen die Erfinder anbieten (Junior, Creator und Master). Diese können nach Belieben auch wieder auseinander und zu neuen Projekten zusammen gebaut werden.

Das angegebene Maximalalter für die Bausätze beträgt 13 Jahre oder eine Größe von rund 1,70 Meter. Dementsprechend muss in den ersten Kindesjahren nicht ständig neues Material angeschafft werden, wenn die Kids wachsen oder ein anderes Spielgerät haben wollen.

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Selber Bauen fördert Kreativität und WertschätzungDie Spanne an Einzelteilen, die in den einzelnen DIY-Kits geliefert werden, umfasst alles, was auch in fertig kaufbaren Fahrrädern oder Rollen verbaut ist: Alustangen, modulare Verbindungsstücke, Stahlschrauben und –muttern, Plastikteile wie Pedale und Gummiräder und ähnliches Zubehör. Als Werkzeug reiche ein alltäglicher Imbus-Schlüssel, mit dem auch IKEA-Möbel zusammengesetzt werden können.

Das modulare und stringente Design fördert Kreativität und den DIY-Gedanken. Gleichzeitig stellt das Bausatz-Prinzip eine gemeinsame Beschäftigung für Eltern und Kinder dar. Außerdem wissen die Nachwuchs-Ingenieure beispielsweise jeden selbstgebauten Roller weitaus mehr zu schätzen, als einen beliebigen Baumarkt-Scooter.

Auf Kickstarter: Infento erreicht zehnfaches des FinanzierungszielsPreislich lohnt sich ein Infento-Kit durch die verschiedenen Bau-Möglichkeiten auch: das Junior-Kit für die ganz Kleinen kostet beispielsweise 299 US-Dollar (etwa 263€) und liegt damit preislich im Rahmen von Laufrad, Roller und Dreirad. Die Finanzierung des Projektes auf der Crowdfunding Plattform Kickstarter ist schon gesichert, mit über 479.000 US-Dollar kam fast das zehnfache des ursprünglichen 50.000-Dollar-Ziels zusammen.

Nachdem die Funding-Phase Ende September auslief, beginnt jetzt also der nächste Schritt zur Realisierung des Projekts. Die Eltern scheinen aber interessiert zu sein. Zu Recht, denn neben Spaß und offensichtlichem Nutzen profitiert auch der Nachhaltigkeits- und DIY-Bastler-Gedanken der Kleinen von der Tüftelei mit Infento. Macher statt Konsument ist auch hier die Devise.

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