Green Links 10: Worüber die grüne Wirtschaft heute spricht

Green Links 10: Worüber die grüne Wirtschaft heute spricht

von Benjamin Reuter

Kirche sündigt beim Umweltschutz, Potenzial von Gezeitenenergie wird unterschätzt und neue Klimastudien warnen - die wichtigsten Texte vom Tage.

Heute bei WiWo Green: Eine Auswahl der spannendsten Artikel aus der ganzen Welt, über die man in der grünen Wirtschaft spricht. Unsere Green Links:

Extremhitzen nehmen zu

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Monatliche Temperaturextreme sind deutlich häufiger geworden – das zeigen Messungen aus aller Welt, die Wissenschaftler des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung jetzt ausgewertet haben. Im Schnitt kommen Rekord-Hitzemonate heute weltweit fünfmal öfter vor, als ohne die globale Erwärmung zu erwarten wäre. In Teilen Europas, Afrikas und Süd-Asiens hat sich die Zahl der monatlichen Hitzerekorde sogar verzehnfacht. (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)

Australien: Zu heiß zum Tanken

Apropos Extremhitze: Die Wärmewelle in Australien führt dazu, dass es zu heiß zum Tanken ist. Die Kollegen von Inhabitat kommentieren das so: "Now, the heat is so terrible that gasoline sales have halted in some parts of the outback. Yes, in a somewhat ironic twist, Mother Nature seems to be showing her displeasure for the use of fossil fuels by making it so hot that the liquid evaporates before it even hits the tank." (Inhabitat)

Gezeitenenergie mit mehr Potenzial als gedacht

Wir bei WiWo Green berichteten vor einigen Wochen über eine erste Großanlage vor der Küste Frankreichs, die Strom aus dem Wechsel von Ebbe und Flut gewinnt. Das Wasser fließt ganz einfach durch eine riesige Unterwasser-Turbine, die Strom erzeugt. Eine britische Studie kommt nun zu dem überraschenden Ergebnis, dass immerhin ein Fünftel des Strombedarfs von Großbritannnien durch Gezeitenenergie gedeckt werden könne. Zwar sei der Unterwasserstrom ersteinmal teurer als der aus Wind zum Beispiel, dafür sei er aber immer verfügbar und damit grundlastfähig, so die Wissenschaftler. Eine Qualität, die erneuerbarer Energie aus Wind und Sonne bisher fehlt. (Yale Environment 360)

Algenzucht für Treibstoffproduktion kommt voran

Das US-Startup Sapphire-Energy baut derzeit die größte kommerzielle Anlage zur Herstellung von Sprit aus Algen. Noch aber muss mehr Energie in die Zucht der Algen investiert werden, als aus ihnen gewonnen werden kann. Bis 2018 will Sapphire dieses Problem aber gelöst haben und bis zu 80.000 Barrel Öl am Tag produzieren. (Gas 2)

Kirche sündigt beim Umweltschutz

Stellen gibt es wahrscheinlich genug in der Bibel, die Gläubige anhalten, die Schöpfung Gottes zu bewahren. Sehr ernst scheinen die Kirchenoberen das aber nicht zu nehmen. Wie eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe bei 47 evangelischen und katholischen Kirchen und ihren Würdenträgern jetzt herausfand, entspricht die Mehrheit der Dienstwagen im Kirchendienst nicht dem umweltschonenden Stand der Technik. 23 Bischöfen zeigte die Umwelthilfe die "Rote Karte", weil sie mit ihren Limousinen den geltenden Emissionswert um 20 bis zu 71 Prozent überschreiten oder die Auskunft verweigerten. (Umwelt Dialog)

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