Green Links 28: Worüber die grüne Wirtschaft heute spricht

Green Links 28: Worüber die grüne Wirtschaft heute spricht

von Jan Willmroth

Apple meldet Solar-Displays zum Patent an, Die CO2-Preise brechen weltweit dauerhaft ein - und der WWF will Wilderer mit Drohnen jagen. Die Blogschau

Heute in der Blogschau bei WiWo Green: Eine Auswahl der spannendsten Artikel aus der ganzen Welt, über die man in der grünen Wirtschaft spricht.

Apple meldet Patent für Solar-Display an

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Schon in einer der kommenden iPhone- und iPad-Generationen könnte ein Display mit integriertem Solarmodul stecken. Der Apple-Konzern hat kürzlich einen entsprechenden Antrag bei der US-Patentbehörde eingereicht. Mit der Technologie könnten die Bildschirme kleinerer Geräte eines Tages gleichzeitig Licht in Strom umwandeln und als Touchscreen funktionieren. Ein Sensor schaltet die Solarzelle ab, sobald sich ein Finger oder eine Wange nähert. Das Patent ist das jüngste in einer Reihe von Solartechnologien, die der Konzern sich bereits gesichert hat. (Inhabitat)

Erneuerbare Energiequellen günstiger als neue Kohle- und Gaskraftwerke

Zumindest in Australien scheint das schon der Fall zu sein: Einer Studie des Bloomberg-Tochterunternehmens New Energy Finance zufolge ist der Strom aus Windkraft schon heute günstiger als aus neu gebauten Kohle- oder Gaskraftwerken - und das ganz ohne Subventionen. Selbst wenn man die Kosten für CO2-Zertifikate herausrechnet, ist Windstrom noch 14 Prozent günstiger als solcher aus neuen Kohle- und 18 Prozent günstiger als aus Gaskraftwerken. (Renew Economy)

Indien und China sind die schmutzigsten Länder für Elektroautos

Der Strom für Elektroautos muss erst einmal erzeugt werden - was in vielen Ländern die Ökobilanz der grünen Fahrzeuge schmälert. Laut einer neuen Studie verursachen Autos mit Elektromotor in Indien und China so viele Emissionen wie ihre benzin- oder dieselbetriebenen Pendants. Das sauberste Land ist Paraguay, dicht gefolgt von Island. Deutschland liegt im Mittelfeld. (Guardian Environment Blog)

CO2-Preise in der EU brechen dauerhaft ein

Den Preisen für Luftverschmutzungsrechte in der EU stehen dauerhafte Tiefstände bevor. Neue Zahlen der Finanzdaten-Agentur Reuters zeigen, wie dramatisch die Preise für CO2-Zertifikate im vergangenen Jahr eingebrochen sind. Laut Reuters-Analysten stehen die Chancen schlecht, dass sich die Preise mittelfristig erholen. In den vergangenen Wochen kostete eine Tonne CO2 am Markt zeitweise unter drei Euro - ein Rekordtief. Hauptgrund dafür sei die anhaltende Wirtschaftskrise in der EU: Viele Firmen brauchen deutlich weniger Verschmutzungsrechte als geplant, weil sie viel weniger produzieren. (Business Green)

Die Sueddeutsche Zeitung beschreibt anschaulich, wie die niedrigen Zertifikatepreise die deutsche Energiewende gefährden.

Europaparlament stimmt für Fischerei-Reform

Fischer in EU-Gewässern dürfen künftig ihren Beifang nicht mehr ins Meer zurückschütten. Das EU-Parlament hat in dieser Woche einem entsprechenden Gesetzentwurf zugestimmt. Beifang bezeichnet jenen ungewollten Teil des Fischfangs in großen Netzen, den die Fischer als Abfall betrachten, weil er für sie wertlos ist oder zumindest weniger wert als bestimmte Fischarten. Zwischen einem Viertel und einem Drittel der gesamten Fangquote landet laut Schätzungen auf diesem Weg wieder im Meer. Die beigefangenen Fische, darunter Wale und Delfine, überleben das häufig nicht. (The Guardian)

Mit Drohnen auf der Jagd nach Wilderern

Die Umweltorganisation WWF will künftig mit kleinen Drohnen Wilderer in Asien und Afrika aufspüren. Zwei Drohnen, so groß wie Modellflugzeuge, sollen Ende dieses Jahres einsatzbereit sein. Die fünf Millionen Dollar für das Projekt kommen vom US-Internetkonzern Google. (Inhabitat)

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