Klima-Fonds: Weniger als zehn Prozent des Geldes kommen an

Klima-Fonds: Weniger als zehn Prozent des Geldes kommen an

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Teilnehmer der Klimafonds-Geberkonferenz 2014 unterhalten sich im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin.

Mit dem Klima-Fonds wollen die Industrieländer Geld zur Bekämpfung von Klimaschäden in armen Weltregionen bereitstellen. Doch tatsächlich kommen nur wenige Mittel bei lokalen Projekten an.

Nicht einmal zehn Prozent der internationalen Finanzhilfen zur Bekämpfung von Folgen der Erderwärmung kommen einer Studie zufolge bei lokalen Projekten in Entwicklungsländern an. Die Klima-Fonds würden vor allem mit großen Agenturen und Entwicklungsbanken zusammenarbeiten, statt das Geld in Vorhaben vor Ort zu stecken, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Internationalen Instituts für Umwelt und Entwicklung (IIED). Zudem hätten die Geberländer erst elf Prozent der zugesagten Mittel bereitgestellt, mit denen umweltfreundliche Energieprojekte gefördert und durch den Klimawandel verursachte Schäden ausgeglichen werden sollen.

"Die größte Herausforderung ist, Geld dahin zu bringen, wo es etwas bewirken kann", sagte IIED-Direktorin Clare Shakya. Projektleiter vor Ort seien häufig gar nicht in der Lage, die komplizierten Formulare zur Beantragung von Geldern auszufüllen. Hinderlich sei auch, dass im Klimavertrag von Paris nicht als Ziel festgehalten wurde, mehr Projekte auf lokaler Ebene zu unterstützen. Die Industrieländer haben zugesagt, von 2020 an 100 Milliarden Dollar im Jahr bereitszustellen. Ärmere Länder sollen damit Schäden durch zunehmende Dürren oder Überschwemmungen ausgleichen und auf klimafreundlichere Energiequellen umschwenken können.

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