Lebensmittel: WWF gibt Fischratgeber raus - Viele Arten weiter stark gefährdet

Lebensmittel: WWF gibt Fischratgeber raus - Viele Arten weiter stark gefährdet

Der WWF gibt einen Überblick über die Fischbestände und spricht Empfehlungen aus, welcher Fisch besser nicht auf dem Teller landen sollte.

Fisch ist in Deutschland sehr beliebt. 14 Kilogramm verzehrte 2015 jeder Bundesbürger im Schnitt. Wichtig dabei ist, welcher Fisch auf dem Teller landet. Denn viele Arten sind überfischt oder gar vom Aussterben bedroht. Der WWF hat nun seinen neuen Fischratgeber veröffentlicht. Darin zeigt er, welcher Fisch bedenkenlos gegessen werden kann und von welchen Arten man im Sinne der Natur lieber die Finger lassen sollte.

„Hering und Sprotte aus der Nord- und Ostsee sind eine gute Wahl. Diese Bestände sind groß genug und die Fangmethode schädigt die Meeresumwelt kaum“, sagt Catherine Zucco, Fischereiexpertin des WWF. Als Alternativen aus Aquakultur empfiehlt sie europäischen Karpfen sowie Bio-Forellen.

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Aal, Hai, Schnapper, Granatbarsch und Blauflossenthunfisch hingegen sind nicht zu empfehlen. „Ihre Bestände sind massiv dezimiert. Aale sind sogar vom Aussterben bedroht“, erklärt Zucco. Der WWF empfiehlt generell, Fisch nur in Maßen zu genießen. „Wildfisch ist eine begrenzte Ressource. Wer nur einmal die Woche Fisch isst, respektiert die Grenzen des Ozeans“, meint Zucco.

Wo und wie die Fische gefangen werden, ist entscheidend für die Umweltverträglichkeit. Für Verbraucher geben Siegel eine Orientierungshilfe. Das blaue MSC-Siegel signalisiert, dass der Wildfisch aus nachhaltiger Fischerei stammt. Bei Zuchtfischen weisen die Biosiegel von Naturland und Bioland sowie das ASC-Logo auf verantwortungsvolle Aquakulturen hin.

Obwohl sich die Fischbestände in Nord- und Ostsee erholen, ist das Gesamtbild immer noch verheerend. „Unsere Meere sind in Bedrängnis, zu viele Fischbestände schrumpfen noch immer unter dem Druck der weltweiten Fangflotten. Überfischung gefährdet die Balance der marinen Ökosysteme, zumal große Raubfischarten besonders stark befischt werden“, warnt Zucco. Das lässt sich auch mit Zahlen belegen. 61 Prozent der weltweiten Bestände von Speisefischen werden laut FAO-Angaben bis an ihre Grenze genutzt, fast 29 Prozent sind überfischt oder erschöpft. Daher lohnt es sich beim Fischkauf auch künftig genauer hinzuschauen.

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