Aktionen vor dem Klimagipfel: Mit Fahrrädern und Konzerten gegen die Erderwärmung

Aktionen vor dem Klimagipfel: Mit Fahrrädern und Konzerten gegen die Erderwärmung

von Nora Marie Zaremba

Kurz vor dem Klimagipfel gehen Menschen auf der ganzen Welt auf die Straße. Die wichtigsten Aktionen im Überblick.

Kurz vor der Pariser Klimakonferenz wollen sich Hunderttausende von Menschen auf mehr als 2.000 Veranstaltungen in 150 Ländern auf den Straßen versammeln. Ihre Forderung an die Staatsoberhäupter lautet: Lasst die fossilen Brennstoffe im Boden und geht endlich eine globale Energiewende an.

Auf dem Programm stehen Großdemonstrationen, Konzerte, Kundgebungen, Workshops, Fahrrad-Demos und Filmvorführungen auf allen Kontinenten. Ein Überblick über die wichtigsten Aktionen zum Klimagipfel:

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  • An diesem Wochenende vor dem Start der UN-Konferenz finden Märsche für mehr Klimaschutz in London, Berlin, Amsterdam, Stockholm, Melbourne, Wellington und anderen Großstädten auf der ganzen Welt statt.
  • In Australien wollen ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen demonstrieren, so beispielsweise Feuerwehrleute, Glaubensgemeinschaften, Gewerkschaften und Arbeiter, Aborigines und Torres-Strait-Insulaner, Bewohner der Pazifikinseln, Landwirte, Gesundheitsexperten, Geschäftsleute, Künstler und Musiker.

  • In Manila, der Hauptstadt der Philippinen, werden 20.000 Menschen zu einer Großdemonstration erwartet.

  • Im Norden Tansanias werden mehr als 1.000 Massai in der Stadt Loliondo am Rande des Serengeti-Nationalparks für ein globales Abkommen für erneuerbare Energien demonstrieren. Dort sind die Menschen besonders von Landraub durch die Regierung sowie von extremen Dürren betroffen, die schwere Auswirkungen auf die Viehhaltung nach sich ziehen.

  • In ganz China werden sich Studenten im Rahmen von mehr als 60 Veranstaltungen versammeln, darunter Round-Table-Gespräche, Fahrrad-Demonstrationen und Filmvorführungen.

  • Eine Reihe von Klimademonstrationen sind auf den Pazifischen Inseln geplant, so auf Fidschi, den Marshallinseln und Kiribati. Bewohner Papua-Neuguineas werden mobil machen, um die dringende Botschaft an die Staatsoberhäupter zu senden, in Zukunft verstärkt auf erneuerbare Energien überzugehen, um ihre Heimat zu retten.

  • In Hong Kong, Taipei und Seoul werden hunderte von Menschen auf die Straßen gehen, um für eine gerechte Wende zu 100 Prozent erneuerbaren Energien zu demonstrieren. In Vietnam ist ein großes Klimaschutz-Musikfestival geplant, zu dem mehr als 1.500 Jugendliche erwartet werden.

  • Auf den Demonstrationen in Japan, vor allem in Kyoto und Tokio, wird es eine Fotoaktion geben, bei der die Menschenmasse sich zu einem Bild formieren wird.

  • In den USA werden landesweit Demonstrationen stattfinden: Von Los Angeles bis Austin, Washington, D.C. und New York City werden sich tausende von Menschen im Namen der Klimagerechtigkeit an kreativen, kunstreichen Aktionen beteiligen.

  • In den beiden größten Städten Ägyptens, Kairo und Alexandria, sind Demo-Läufe geplant, durch die tausende von Teilnehmern das Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels wecken wollen.

  • Mehr als 5.000 Radfahrer werden das Zentrum von Mexico City einnehmen. Weitere Demonstrationen sind in Bogota, Kolumbien, Sâo Paulo, Brasilien und Bolivien geplant..

  • Diese Woche besucht der Papst Afrika. In Kenia wird er einen Brief mit dem eindringlichen moralischen Ruf erhalten, die Investitionen des Vatikans in fossile Brennstoffe einzustellen. Demonstrationen für mehr Klimaschutz sind in weiteren afrikanischen Großstädten geplant.

Eine Übersicht über konkrete Veranstaltungen lässt sich unter anderem hier finden.



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