Architektur: So gut sollen Opfer von Naturkatastrophen in Zukunft wohnen

Architektur: So gut sollen Opfer von Naturkatastrophen in Zukunft wohnen

von Nora Marie Zaremba

Eine mobile Notunterkunft ist in 15 Stunden aufgebaut und bietet allen Komfort – vergleichsweise günstig ist sie auch.

Seit den schweren Wirbelstürmen Katrina und Sandy, die New Orleans und New York in den vergangenen Jahren heimsuchten, wollen sich US-amerikanische Großstädte besser gegen Naturkatastrophen wappnen. Unter anderem mit mobilen Notunterkünften. Die New Yorker Architekten von Garrison Architects haben genau für diesen Einsatz eine schicke Wohnanlage im Containerdesign entworfen: Sie lässt sich in nur 15 Stunden aufbauen.

Ein erster Prototyp der Wohnanlage steht im New Yorker Stadtteil Brooklyn und trägt den Namen "Post-Disaster-Housing" - zu deutsch: Unterkünfte für die Zeit nach dem Notfall. Das Praktische: Die Wohnungen werden einfach auf die Ladefläche eines LKWs gestapelt und dann zum Einsatzort transportiert. "So können die Betroffenen in ihrem Ort wohnen bleiben", beschreibt James Garrison, Geschäftsführer von Garrison Architects, einen der Vorteile der Wohnanlage.

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Fünf Wohnmodule umfasst der Prototyp zurzeit. In den nächsten Monaten wird die Anlage von Familien mit Kindern und auch von alten Menschen getestet.

Ein Ziel der Architekten: Auch im Notfall sollen die Bewohner einigermaßen gut unterkommen. Auf nur knapp 50 Quadratmeter passen deshalb Küche, Wohnzimmer und Betten. 7500 Euro, so sagen die Architekten, kostet das einfachste Modul (Bild oben) in der Produktion.

Verwendet wurden ausschließlich recyclebare Materialien wie Kork und Sperrholz. Alle Häuser sind mit Solarpanelen ausgestattet und können sich bis zu einem gewissen Grad selbst mit Strom versorgen. Garrison Architects versprechen zudem, dass die Häuser auch extreme Hitze oder Kälte gut verkraften. Somit können sie eigentlich an jedem Ort der Welt stehen.

Geplant wurden die Unterkünfte zusammen mit dem New Yorker Notfallzentrum. Eine weitere Initiative für bezahlbare Notunterkünfte und günstigen Wohnraum für benachteiligte Bevölkerungsgruppen kommt übrigens vom Schauspieler Brad Pitt und seiner Stiftung mit dem Namen "Make it right". Zurzeit arbeitet Pitt mit dem Star-Architekten Frank Gehry zusammen – auch bei dieser Kooperation, so kann man sicher sein, wird die Ästhetik nicht auf der Strecke bleiben.

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