Bundesliga: Das ist Deutschlands grünster Fußballrasen

Bundesliga: Das ist Deutschlands grünster Fußballrasen

von Thiemo Bräutigam

Der Rasen ist das Heiligste in den Stadien - seine Pflege ist aufwendig. Beim FC Köln könnte sich das ändern.

Saftig grün soll der Fußballrasen sein, nicht höher als 25 Millimeter - er ist das Allerheiligste in deutschen Fußballstadien, die Pflege extrem aufwendig. Der Rasen muss quasi ohne Sonnenlicht auskommen, das in modernen Arenen das Grün nicht mehr erreicht. Also müssen Greenkeeper den Rasen künstlich beleuchten.

Der Niederländer Roel Bassler macht diesen Job für den 1. FC Köln - und bislang nutzte er sogenannte Natriumdampflampen, wie viele andere deutsche Clubs auch. Und die sind, vorsichtig gesagt, eine ziemliche Umweltsauerei.

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Die Lampen haben bis zu 1000 Watt Leistung und strahlen eine enorme Hitze ab - soviel, dass der Rasen zusätzlich bewässert werden muss. In den Wintermonaten bedeutet das Stromverbrauch an 24 Stunden am Tag und 7 Tagen die Woche. Das kostetet mehrere hunderttausend Euro pro Jahr und eine Menge CO2.

Unnötige Kosten für den Verein und die Umwelt, dachte sich Bassler - und wandte sich an den Münchner Leuchtmittelhersteller Osram. Die Ingenieure konstruierten für das Kölner Stadion einen Prototypen einer umweltfreundlichen Lichtdusche - mit 300 LEDs.

Eingesetzt werden sie bereits in Gewächshäusern, für Stadien hingegen ist die Idee neu. LEDs verbrauchen weniger Strom als alten Natriumdampflampen, werden nicht so heiß und sind extrem leicht. Statt mit einem Traktor kann die neuartige Lichtdusche mit der Hand bewegt werden. Das spart zusätzlich Benzinkosten.

Osram lässt durchblicken, dass bereits weitere deutsche Clubs Interesse an dem Kölner Prototypen haben. Sonnenenergie von Stadiondächern, wassersparende Duschen: Viele Vereine sorgen sich um ihre Ökobilanz - da kommt die Idee zur nachhaltigen Rasenpflege zur rechten Zeit.

Entscheidend wird allerdings der Preis sein - und über den gibt es keine Informationen. Laut Osram amortisiere sich die Anlage allerdings schon nach wenigen Jahren. Ein Argument, das manch abgebrannter Bundesligaverein vermutlich hören will.

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