Crowdfunding: 18-Jähriger sammelt Geld für Meeresmüll-Projekt

Crowdfunding: 18-Jähriger sammelt Geld für Meeresmüll-Projekt

von Lara Sogorski

Ein Studenten will die Meere vom Plastikmüll befreien - jetzt sammelt er 80.000 Dollar für ein Pilotprojekt.

Anfang der Woche haben wir von Boyan Slat und seiner Idee berichtet, mit einem riesigen Filter die Ozeane dieser Welt vom Plastikmüll zu befreien. Jetzt hat der 18-Jährige Student zur Spendenaktion für sein Projekt aufgerufen: 80.000 US-Dollar will er über die Crowdfunding-Plattform indiegogo einsammeln. Das Geld soll eine Machbarkeitsstudie finanzieren und so die Frage klären, ob seine Idee in der Realität funktionieren kann.

Bis zu diesem Morgen haben bereits 886 Leute gespendet, von einem bis 500 Dollar ist das in verschiedenen Beträgen möglich. Mehr als 44.000 Dollar sind schon zusammen gekommen – also mehr als die Hälfte des angesetzten Budgets, obwohl die Kampagne erst wenige Tage läuft. Noch bleibt bis zum 5. Mai Zeit, die volle Summe einzuspielen. Dann läuft die Aktion um genau 23.59 Uhr aus.

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Wer spendet, hilft nicht nur einem vielversprechenden Projekt auf die Beine. Spender erhalten auf Wunsch auch ein kleines Geschenk. Dabei fällt das Dankeschön umso größer aus, je höher die Spendensumme ist. Wer beispielsweise einen Dollar zur Verfügung stellt, bekommt eine digitale Kopie der zusammengefassten Studie. Bei 150 Dollar gibt es ein „Ocean Cleanup“-T-Shirt und bei 500 Dollar wird der Name des Spenders auf der Pilotkonstruktion verewigt.

Studie soll 35 Themen untersuchenWarum es genau 80.000 Dollar sein sollen? Mit dieser Summe glaubt Slat, alle Kosten der Machbarkeitsstudie decken zu können: „Our research includes 35 research topics in the fields of engineering, oceanography, (geo)physics, ecology, finance, maritime law and recycling“, erläutert er auf der Seite der Crowdfunding-Plattform.

Fördert die Studie am Ende ein positives Ergebnis zu Tage, will der 19-Jährige zunächst einen Piloten seines Meeresfilters bauen lassen und danach erst die richtige Konstruktion in Auftrag geben. Sollte die Studie dagegen zeigen, dass der riesige Filter für Plastikmüll im Meer nicht einsetzbar ist, gibt es einen Plan B. Dann soll das Konzept in abgespeckter Form bei Flussdeltas und Küstengebieten zum Einsatz kommen.

Wer neugierig sein sollte, was Slat und sein Team bei der Machbarkeitsstudie herausfinden, wird sich nicht bis zum Schluss gedulden müssen. Der Student plant, auch während der Bearbeitung immer wieder Teilergebnisse zu veröffentlichen - per Videoblog, Facebook und Twitter.

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