Display-Brüche: Neue iPhones sind empfindlicher als Vorgänger

Display-Brüche: Neue iPhones sind empfindlicher als Vorgänger

von Jan Willmroth

Das neue Iphone-Display geht schneller kaputt als das des Vorgängers. Damit produziert Apple unnötig Elektroschrott.

Wer sein iPhone nicht in einer Schutzhülle einpackt, muss schon ziemlich gut sein im Umgang mit der Schwerkraft. Denn bei aller technischen Finesse ist das eines der entscheidenden Probleme der High-Tech-Handys von Apple: Wenn man sie auf den Boden fallen lässt, hat man gute Chancen, das Display völlig zu zerstören. Nicht selten produziert man damit vermeidbaren Elektroschrott.

Laut einer Umfrage des US-Versicherungsanbieters SquareTrade unter iPhone-Nutzern im vergangenen Jahr gaben die Amerikaner von 2007 bis 2012 rund sechs Milliarden Dollar für Reparaturen und neue iPhones aus. Der häufigste Grund: Ihnen fiel das Handy auf den Boden.

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Bislang hat Apple offenbar bei jeder neuen iPhone-Generation daran gearbeitet, das Problem zu entschärfen – die Geräte wurden immer stabiler. Auch das fand SquareTrade heraus. Das Unternehmen untersucht regelmäßig, wie haltbar die Bestseller unter den Smartphones sind.

Dazu lassen sie die Geräte aus rund 1,50 Metern fallen und tauchen sie zehn Sekunden unter Wasser. Außerdem zählen bei den Tests acht Faktoren wie verbaute Materialien, Gewicht und Größe. Auf einer Skala von eins bis zehn kann dann jeder ablesen, wie wahrscheinlich ein Handy während der Nutzungsdauer kaputt geht.

Enttäuschendes ErgebnisNun sind die neuen iPhones auf dem Markt, schon zu Beginn der Woche meldete Apple neun Millionen verkaufte Geräte. Und SquareTrade hat sie direkt mal untersucht. Das Ergebnis ist enttäuschend: Sowohl das Einsteiger-iPhone 5C als auch das Top-Modell 5S schneiden schlechter ab als das iPhone 5 im vergangenen Jahr.

Auf der Square-Trade-Skala erreicht das 5S die Note 5,5, das 5C eine 6. Je höher der Wert, desto wahrscheinlicher geht das Handy kaputt. Kleiner Trost für Apple: Am Schlechtesten schneidet im neuesten Test aktuell das Galaxy S4 von Samsung mit einem Score von sieben ab.

Das mag sein – im Gegenzug hat ein iPhone-Besitzer bekanntlich kaum eine Chance, sein Handy selbst zu reparieren (noch nicht ienmal den Akku kann man wechseln). Was die Nachhaltigkeit angeht, hat Apple also noch einiges nachzuholen.

Den Nutzern bleibt indes die Hoffnung auf neuartige Schutzfolien wie das im britischen Cambridge entwickelte RhinoShield, das fünf Mal mehr aushält, als das bei modernen Smartphones üblicherweise verbaute Gorilla Glass.

Den aktuellen Test hat SquareTrade auch gefilmt:

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