Elektro-Surfbrett: Der Waterwolf braucht weder Wind noch Wellen

Elektro-Surfbrett: Der Waterwolf braucht weder Wind noch Wellen

von Tobias Finger

Mit seiner Entwicklung macht ein Ingenieur aus Oberammergau jeden Baggersee zum Surfplatz.

Ohne Wind und Wellen zu surfen, ist ungefähr so, als wolle man ohne Treibstoff Auto fahren. Weil Markus Schilcher, Ingenieur aus Oberammergau, von seinem Hobby nicht genug bekommen kann, könnte sich das demnächst ändern.

Mit seiner „Waterwolf MPX-3“ getauften Entwicklung können Surfer in Zukunft sogar auf dem heimischen Baggersee schwierige Turns üben: Streng nach dem Motto "Make Your Own Wave" (Mache deine eigene Welle) ist das Brett mit einem Elektro-Motor ausgestattet, der mit seinem Propeller rund sieben PS ins Wasser bringt.

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Steuerung über Bluetooth-ControllerAngetrieben wird der "Unterborder" von einem Lithium-Ionen-Akku, der innerhalb von 3,5 Stunden voll geladen ist und für bis zu 35 Minuten Fahrspaß sorgt. Das Surfbrett selber, das mit seiner Scoop-Rocker-Form sehr drehfreudig ist, gibt es in zwei unterschiedlichen Klassen für bis zu und ab 85 Kilogramm Körpergewicht. Insgesamt ergeben sich 23 beziehungsweise 25 Kilogramm Gesamtgewicht.

Der Motor lässt sich über einen kabellosen Bluetoothcontroller ansteuern, mit dem der Surfer die Geschwindigkeit regeln und den Akkustand abrufen kann. Mit bis zu 30 Kilometern pro Stunde heizt das wendige Brett durchs Wasser.

Der Waterwolf dürfte vor allem bei jenen Anklang finden, die in ihrer näheren Umgebung keinen Strand mit ausreichendem Wellengang haben. Dabei eignet er sich perfekt, um das ganze Jahr nicht aus der Übung zu kommen. Take-Off, also das Aufstehen auf dem Brett und schnelle Drehmanöver kann man damit einfach trainieren. Spaß dürften daran aber vermutlich alle haben, egal ob Anfänger oder Profi, erfahrener oder erstmaliger Surfer.

Spaßbrett und TrainingsgerätNoch gibt es keinen Preis für das motorisierte Surfbrett. Für die Sicherheit des Fahrers ist übrigens durch eine Notausleine gesorgt. Ist sie nicht angeschlossen, startet der Motor nicht.

Um mit dem Waterwolf gänzlich umweltfreundlich unterwegs zu sein, muss man bisher noch die eigene Steckdose mit Öko-Strom versorgen. Doch wer weiß, vielleicht hat das E-Surfbrett in der nächsten Generation ein Deck aus Solarzellen.

Interessant am Rande: Motorisierte Bretter werden immer populärer. Gab es bisher nur das E-Skateboard, kommt nun das Surfbrett mit Elektro-Motor dazu. Fehlt eigentlich nur noch ein Snowboard mit E-Antrieb, um den Lift zu ersetzen.

Das Demonstrationsvideo gibt es hier zu sehen:



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