Envopark: Gewerbegebiet in grün

von Marius Hasenheit

Der envopark will auch Gewerbegebiete zu grünen Vorzeigeobjekten machen. Der erste Park entsteht bei Berlin.

Gewerbeparks waren bislang nicht immer ökologische Vorzeigeprojekte: Versiegelte Flächen an Stadträndern, die wegen ihrer billigen Isolierung auch noch aufwendig geheizt werden. Dass man auch bei Gewerbegebieten auf Ökologie achten kann, ohne dass die Ökonomie zu kurz kommt, wollen Mark-Oliver und Alfred Maigré zeigen.

Vater und Sohn konzipieren den envopark Berlin Brandenburg, den nach eigener Darstellung ersten nachhaltigen Gewerbepark in Deutschland.

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Herzstück ist die Energieversorgung: Großflächige Photovoltaikanlagen, ein Blockheizkraftwerk, LED-Beleuchtung, eine Elektrotankstelle, eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage und Anhänger-Sharing sollen fossile Brennstoffe so gut wie überflüssig machen.

Zudem reduziere das die Kosten: Im Vergleich zu einem ähnlichen Gewerbepark spare man bis zu 72 Prozent der Kosten für die Hallenbeleuchtung und 45 Prozent der Heizenergie ein. Zudem vermeide man bis zu 30 Tonnen CO2 pro Jahr.

Zwei Gewerbeparkhallen sind bereits fertig. Den Betreibern steht ein maximales Investitionsvolumen von 1.350.000 Euro zur Verfügung. 250.000 Euro fehlen um die Hallen komplett zu refinanzieren. Die wollen sie nun über Crowdinvesting einspielen.

Um die Investoren anzulocken, versprechen sie sowohl eine feste jährliche Verzinsung als auch einen Bonuszins für den produzierten Öko-Strom.

Bei zwei Hallen soll es jedoch nicht bleiben. Ziel ist es auch eine dritte Halle auf dem Gelände bei Berlin zu bauen. Dafür werden immerhin 950.000 Euro gebraucht. Beruhigend mag für manche Anleger sein, dass es bereits erste Mieter für die Hallen gibt. Langfristig sollen außerdem ähnlich gebaute Hallen in Hamburg oder Düsseldorf hinzukommen.

Hinter dem envopark steht die PEGA Treuhand GmbH, die es bereits seit 2005 Immobilienprojekte entwickelt. Damit unterscheidet sie sich von vielen anderen Unternehmen, die ihre Gründung oder erste Produktpalette per Crowdfunding finanziert. Die Kampagne läuft über die Plattform Econeers, die sich explizit auf Investmentangebote im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz konzentriert.

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