Ernährung: Cornflakes könnten 40 Prozent teurer werden

Ernährung: Cornflakes könnten 40 Prozent teurer werden

von Matthias Adler

Müsli, Cornflakes und Frühstücksflocken aller Art könnten ein Segen für die Ernährung sein. Wenn da nicht so ein paar Dinge wären ...

Müsli, Cornflakes und Frühstücksflocken aller Art könnten ein Segen für die Ernährung sein. Wenn da nicht so ein paar Dinge wären ...

Zum einen: So gesund, wie viele Verbraucher meinen und es die Unternehmen auf den Verpackungen behaupten, sind sie meist gar nicht. Das liegt nicht an dem Getreide oder den Ballaststoffen. Viele dieser Frühstücksflocken werden in Zucker erstickt. Eine amerikanische Studie untersuchte kürzlich die größten Marken und, es ist keine Überraschung, die Ergebnisse sind verheerend.

Anzeige

Kellogg's kam bei der Untersuchung gar nicht gut weg. Smacks, der Klassiker mit dem Frosch, besteht zur Hälfte aus Zucker. Die Froot Loops sind nicht viel besser, auch nicht die Apfel Zimt Loops. Jährlich können Kinder (wenn sie eine Schüssel pro Tag essen) mehr als zehn Pfund Zucker beim Frühstück verspeisen.

Klimawandel erreicht den FrühstückstischAber nicht nur ihre Gesundheitsbilanz sieht schlecht aus, der Frühstücksflockenindustrie stehen auch harte Zeiten bevor.

Die Produktion von Cornflakes und Co. wird sich laut einer Studie der britischen NGO Oxfam drastisch verteuern. Die Kostenexplosion wird mit den Auswirkungen des Klimawandels erklärt.

Weltweit könnte es künftig immer häufiger zu Ernteausfällen kommen, die aus Trockenheit, Überschwemmungen oder sonstigen Klimakapriolen resultieren. Die Preise für Getreide könnten deshalb in den nächsten Jahren weiter steigen. Die Studie rechnet innerhalb von 20 Jahren mit bis zu 40 Prozent.

Ein Problem, das hausgemacht ist. Die Nahrungsmittelindustrie ist schließlich für ein Drittel der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Wären die Top 10 der Food-Branche, zu denen auch Kellog's gehört, eine eigenständige Nation, dann stünde sie auf Rang 25 der größten Klimaschmutzfinken der Welt.

Jährlich werden 260 Millionen Tonnen Klimagase allein für die Lebensmittelproduktion in die Atmosphäre geblasen.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%