EU-Studie über Paketdienste: Mehr Fahrräder, bitte!

EU-Studie über Paketdienste: Mehr Fahrräder, bitte!

von Jürgen Klöckner

Jedes zweite Paket könnte in europäischen Städten mit dem Rad transportiert werden. Doch noch sind sogenannte Cargo-Bikes die Ausnahme.

Ein wenig überzeugen musste man den Ikea-Kunden von dieser Idee bestimmt. Vor den Filialen des schwedischen Möbelhauses stehen seit einigen Jahren Räder mit einem kleinen Hänger. Wer mit Bus und Bahn zu den meist außerhalb gelegenen Geschäften anreist, muss seine Sachen jetzt nicht mehr tragen, sondern kann sie bequem nach Hause radeln.

Diese Cargo-Bikes erobern nach und nach die Städte. Nicht nur Ikea hat sie im Programm - auch Lieferdienste wie TNT und die Deutsche Post, Pizzabuden und Kurierdienste beliefern ihre Kunden so in der Stadt.

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Eine echte Alternative zu Transportern und LKWs, mit denen derzeit noch ein Großteil der Pakete durch Städte bewegt werden?

Dieser Frage geht derzeit eine auf drei Jahre angelegte Studie der Europäischen Union nach. Sie sammelt Verkehrsdaten aus 322 Städten. Die Untersuchung endet im kommenden Jahr, doch ein erstaunliches Ergebnis gibt es schon. Jede zweite Fracht könnte auf dem Fahrrad transportiert werden statt auf einem Transporter.

Großes PotentialAls fahrradtauglich stufen die Experten jene Fracht ein, die sieben Kilometer oder weniger transportiert werden muss und weniger als 200 Kilogramm wiegt. Außerdem kommt nur die Ware in Frage, die nicht Teil einer komplexen Lieferkette ist. Zu Fahrrädern zählt die Studie auch E-Bikes, die durch einen Elektromotor unterstützt sind.

Ob mit oder ohne Elektromotor: Die Klimabilanz einer Stadt und ihre Luftqualität dürfte sich deutlich verbessern, wenn sich das Lieferrad durchsetzt. Zwar ist nur etwa jedes fünfte Auto in der Stadt ein Transporter - ihr Beitrag zu den Klimaemissionen ist allerdings deutlich höher. Er liegt laut EU bei etwa einem Drittel.

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