Gadgets für Städte: Laternen und Bänke produzieren künftig Strom

Gadgets für Städte: Laternen und Bänke produzieren künftig Strom

von Tobias Finger

Stylisch, praktisch, umweltfreundlich: Mit diesen Solar-Gadgets profitieren Städte(r) künftig von Sonnenenergie.

Städte sind groß, Städte sind laut und Städte brauchen Unmengen an Strom, genau wie die Geräte ihrer Bewohner. Soweit die bekannten Fakten. Doch wo enorme Mengen Strom verbraucht werden, sind findige Entwickler und Designer nicht weit, die den Stromverbrauch verringern oder die Stromerzeugung zumindest umweltfreundlicher gestalten wollen.

Wir stellen drei innovative Konzepte und Gadgets vor.

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Der „Solar Tree“ - Straßenlaterne mal anders

Der britische Designer Ross Lovegrove möchte mit dem „Solar Tree“ die Straßenbeleuchtung weiterentwickeln. Dabei verfolgt er eine simple, aber hoch effektive Idee: Photovoltaikzellen laden über den ganzen Tag Akkus durch die einfallende Sonnenenergie, die nach Einbruch der Dunkelheit über LED-Leuchten als Licht abgestrahlt wird.  Auch nach bis zu drei bewölkten Tagen in Folge ist noch genug Energie gespeichert, um die LEDs nachts zum Leuchten zu bringen.

Lovegrove hatte die Vision, der bekannte Lampenhersteller Artemide hat sie jetzt verwirklicht. In dreijähriger Forschungsarbeit entwickelten die Italiener Straßenlaternen, die das Konzept von Lovegrove umsetzen können. Herausgekommen ist eine umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen nächtlichen Beleuchtung von Straßen und Fußgängerzonen. Und das „Solar Tree“ getaufte Lampendesign sieht mit seinen fünfeinhalb Meter hohen Säulen auch noch gut aus!

Seat-E“ - Gratisstrom für alle

„Die Städte der Zukunft müssen um den Menschen herum designt werden!“ Das war das Motto der Designer am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, als sie „Seat-E“ entwickelten – eine Art Parkbank der Zukunft. Jede der Seat-E-Bänke ist mit einem Solarpanel und einem wasserfesten USB-Anschluss ausgestattet. Die in Lithium-Ionen-Akkus gespeicherte Sonnenenergie steht jedem über die USB-Box zur Verfügung. Wenn dem Handy also unterwegs der Saft ausgeht, lässt er sich bequem auf der Bank wieder aufladen.

Zusätzlich garantiert das Solarpanel auch die Webanbindung der Parkbank, denn alle Seat-E sind in einer Cloud verbunden. Dadurch können die Betreiber aktuelle Nutzerzahlen abrufen. Theoretisch könnten die Nutzer die Bank auch als lokale WLAN-Station nutzen. Was dann noch übrig bleibt vom Solarstrom, fließt in die Beleuchtung der hölzernen Bänke.

SolarTwister“ - Solar-Ladegerät für die Handtasche

Wenn gerade keine Parkbank mit USB-Anschluss in der Nähe ist, schafft der SolarTwister des Wiener Startups so-fi Abhilfe: das laut Unternehmensangaben erste aufrollbare Solar-Ladegerät der Welt. Mit ihm lassen sich alle Elektrogeräte mit USB-Buchse auch unterwegs laden, wie an jeder normalen Steckdose. Ein leerer iPhone-Akku braucht für die volle Ladung angeblich etwa 90 Minuten.

Mit rund 600 Gramm Gewicht und Maßen von 23 mal sechs Zentimetern in aufgerollter Form passt das 14 Watt starke Gadget in jede Handtasche. Die produzierte Energie von Solarpanels hängt unmittelbar von deren Fläche ab: Je größer desto mehr Energie. Da aber niemand eine starre Photovoltaikanlage mit sich herumtragen möchte, um eine mobile Stromquelle zur Verfügung zu haben, hat so-fi die Solaranlage zum Aufrollen entwickelt - die auch außerhalb des Stadtgebiets für alle überaus praktisch ist, die bereit sind, 199 Euro zu investieren

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