Great Barrier Reef: Zweites riesiges Riff entdeckt

Great Barrier Reef: Zweites riesiges Riff entdeckt

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Das Great Barrier Reef ist mehr als 200.000 Quadratkilometer groß. Forscher haben im Norden des Gebietes jetzt ein zweites Riff entdeckt.

Forscher haben in Australien ein weiteres riesiges Algenriff entdeckt. Es könnte Aufschluss darüber geben, inwieweit das Great Barrier Reef von Umweltfaktoren bedroht ist.

Mehr als 200.000 Quadratkilometer groß und nur durch Korallen geschaffen: Das Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens ist ein wahres Naturwunder. Nun hat es Zuwachs bekommen: Forscher haben im Norden des Gebietes ein riesiges Algenriff entdeckt.

„Was wir tief hinter dem Great Barrier Reef gefunden haben, hat uns erstaunt“, sagt Robin Beaman, Wissenschaftler an der James Cook University in Townsville. Gemeinsam mit Forschern zweier weiterer Universitäten hatte er Daten der Marine des Landes ausgewertet, die den Meeresboden mit einer Art Laser-Radar (Lidar) untersucht hatte.

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Bereits seit rund 40 Jahren wussten die Wissenschaftler von dem zweiten Riff. Dass es aber mehr als 6.000 Quadratkilometer groß ist, haben sie erst jetzt herausgefunden. (Foto: James Cook University)

Dabei entdeckten die Wissenschaftler in 20 bis 40 Meter Tiefe das mehr als 6000 Quadratkilometer große Riff, wie sie im Fachjournal „Coral Reefs“ schreiben. „Wir wussten seit den 1970er und 1980er Jahren von diesen geologischen Strukturen im nördlichen Great Barrier Reef, aber ihre wahre Form, Größe und gewaltigen Ausmaße waren nie zuvor offenbart worden“, sagte Robin Beaman.

Durch den Klimawandel bedroht

Das nun entdeckte Algenriff könne unter anderem Aufschluss über Auswirkungen von Umweltfaktoren auf das Great Barrier Reef in den vergangenen 10 000 Jahren geben, hieß es von den Forschern. So lange sind die 200 bis 300 Meter breiten und bis zu 10 Meter tiefen, kreisförmigen Hügel ihnen zufolge gewachsen.

Die James Cook University hatte erst Ende Mai von verheerenden Folgen massiver Korallenbleiche am Great Barrier Reef berichtet. An den untersuchten Riffen waren demnach im Durchschnitt 35 Prozent der Korallen fast oder ganz abgestorben. Grund dafür seien als Folge des Klimawandels höhere Wassertemperaturen gewesen, hieß es von Seiten der Forscher.

dpa/rhe

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