Grün und schick: Diese 10 Passivhäuser zeigen die Zukunft des Wohnens

Grün und schick: Diese 10 Passivhäuser zeigen die Zukunft des Wohnens

von Thiemo Bräutigam

Der Tag des Passivhauses zeigt: Grüne Häuser sind alles andere als langweilige Ökoschuppen.

Reihen- und Einfamilienhäuser, Bürogebäude und Hotels, Hochhäuser und Gemeindezentren - die Online-Datenbank für Passivhäuser listet sie alle. Heute am Tag des Passivhauses öffnen 342 dieser energieeffizienten Bauten ihre Türen für interessierte Besucher.

Als Professor Wolfgang Feist 1990 das erste Passivhaus in Darmstadt konzipierte, konnte er wohl nur hoffen, aber noch nicht ahnen, dass der damals gesetzte Standard 30 Jahre später zum europaweiten Richtwert werden könnte. Ab 2020 sollen alle Neubauten in der Europäischen Union so gut wie keine Energie mehr für Heizen, Warmwasser, Lüftung und Kühlung verbrauchen.

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Der Gründer und Leiter des Passivhaus-Instituts Darmstadt feiert im nächsten Jahr vermutlich nicht nur seinen 60. Geburstag, sondern auch die Erfolgsgeschichte des von ihm entwickelten Energiestandards. Denn mittlerweile geht das Institut von etwa 50.000 Wohneinheiten weltweit aus, die den Kriterien des Passivhaus-Energiestandards entsprechen. Gut die Hälfte davon befinden sich in Deutschland.

Der Boom des Passivhauses ist leicht zu begründen: Gegenüber dem durchschnittlichen Gebäudebestand in Deutschland, lassen sich bis zu 90 Prozent der Heizkosten einsparen. Besitzer eines Einfamilienhauses zahlen dann beispielsweise nicht mehr 2000 Euro pro Jahr, sondern nur noch 200 Euro. Soviel zahlt mancher Eigentümer eines unsanierten Gebäudes allein in einem Monat.

Um eine Zertifizierung zu erhalten, darf ein solches Gebäude nicht mehr als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr für das Heizen verbrauchen. Zum Vergleich: Ein energetisch sanierter Altbau hat in Anlehnung an die Kriterien der Kreditanstalt für Wiederaufbau, ein sogenanntes KfW-Effizienzhaus 100, einen Heizwärmebedarf von 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Insgesamt 2782 Passishaus-Projekte sind bisher in der Datenbank des Instituts eingetragen, die meisten Gebäude finden sich in Deutschland (1893) und Österreich (579). Die Auswahl der zehn spannendsten Projekte stellen wir hier vor:[nggallery id=14]Besichtigungen sind zwischen dem 8. und dem 10. November möglich. Die Öffnungszeiten, Anfahrtsmöglichkeiten und Projektskizzen der Gebäude finden sich auf der Internetseite der Passivhaus-Datenbank. Eine umfassende Übersicht der weltweiten Teilnehmer am Tag des Passivshauses finden sie hier.

Der Tag des Passivhauses ist Teil einer Artikelserie, in der wir bei WiWo Green jede Woche ein Projekt für die nachhaltige Stadt der Zukunft vorstellen. Vergangene Woche haben wir über Hochhaus-Farmen berichtet.

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