Grünes Crowdfunding: Wie Green Rocket nachhaltige Projekte unterstützt

Grünes Crowdfunding: Wie Green Rocket nachhaltige Projekte unterstützt

von Lisa Hegemann

Diese drei Projekte sammel(te)n über das grüne Crowdfundingportal Green Rocket Geld ein.

Crowdfunding ist ein wachsender Trend. Allein in Deutschland kamen im vergangenen 8,76 Millionen Euro über die Onlineplattformen zusammen, auf denen Unternehmer und Kreative Geld für ihre Projekte sammeln können. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das noch einmal einen Anstieg von zwei Dritteln, wie Daten des Portals „Für-Gründer“ zeigen.

In der Branche wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. Nicht nur finanzieren sich viele grüne Projekte über die Investitionen von Privatpersonen, seit 2013 gibt es mit Green Rocket auch eine Crowdfunding-Plattform, auf der ausschließlich nachhaltige Ideen finanziert werden.

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Mit einer grünen Idee aus den Themenfeldern Energie, Umwelt, Mobilität und Gesundheit kann sich jeder hier bewerben, um Investoren zu gewinnen. Gelingt dies und kann das Projekt realisiert, werden die Geldgeber am Ende anteilsmäßig am Gewinn beteiligt.

Bisher konnten 16 Projekte die Investoren überzeugen, fünf suchen noch nach Funding. Wir stellen drei Ideen vor:

ISTmobil: Sammel-Taxi für ländliche RegionenZu den erfolgreichen Geldeintreibern zählt das österreichische Portal ISTmobil. Der Gründer Alexander Stiasny baute mit Hilfe der Investoren eine Plattform auf, die er selbst als „innovatives Sammel-Taxi-System“ beschreibt. „Ohne eigenes Auto ist man im ländlichen Raum nicht mobil und Autofahren wird immer teurer“, so Stiasny in einem Erklärvideo.

Bei ISTmobil können die Kunden entweder anrufen oder per App einen Fahrer bestellen, wenn sie von einem Ort zum anderen wollen. Das Unternehmen habe den Überblick „über alle verfügbaren Transportmittel“ in der Nähe des Nutzers. Wenn er beispielsweise zum Arzt muss, kommt ein Transporter vorgefahren und nimmt auf dem Weg zum Termin weitere Menschen mit. Das System soll billiger sein als bisherige Wege und die Umwelt schonen. Die Kosten werden am Monatsende abgerechnet, der Kunden muss lediglich die Karte vorzeigen.

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Bei Green Rocket überzeugte das Konzept: Stiasny konnte insgesamt 36.450 Euro über die Plattform einsammeln, das Ziel waren 25.000 Euro gewesen. Durch das Crowdfunding wurden mehr als 30 Regionen auf das Projekt aufmerksam und meldeten Interesse an. Bislang ist ISTmobil aber vor allem im Bezirk Korneuburg aktiv.

Pumpmakers: Solarpumpe für wasserarme RegionenAuch Dietmar Stuck konnte sein Projekt Pumpmakers erfolgreich über Green Rocket finanzieren. Das Unternehmen stellt die – nach eigener Aussage – weltweit erste „Do it yourself“-Solarpumpe her. Pumpmakers solle der weltweiten Wasserknappheit entgegenwirken und biete einen „raschen und nachhaltigen“ Zugang zu Wasser, so Stuck.

Anders als bei bisherigen Modellen kommt die Pumpe ohne Treibstoff aus, sondern bekommt ihre Energie über Solarflächen. Bei Nacht lässt sich Wasser über eine Handpumpe aus dem Boden ziehen. Die verwendeten Materialien sollen nach Angaben von Pumpmakers keine Wartungen benötigen. Das System könne auch vor Ort hergestellt werden, so Stuck. Kompliziertere Teile können über den Webshop bestellt werden.

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Die Anleitung dafür findet sich online. Somit könne sich jeder auf Basis eines Franchisevertrages mit Pumpmakers selbstständig machen. Am Ende konnte das Unternehmen rund 107.000 Euro über Green Rocket einnehmen, das war doppelt so viel wie eingeplant. Die Investoren wurden über Genussrechte an der Solarpumpe beteiligt.

Holis Market: Marktplatz für gesunde Bio-LebensmittelEin Projekt, das derzeit noch nach Unterstützern sucht, ist Holis Market. „Müll ist ein extremes Problem unserer Zeit“, sagt Mitgründer Gerald Ninaus. Das will er gemeinsam mit seinem Kollegen Franz Seher und der Idee zu Holis Market beheben. Seit September 2015 gibt es in Oberösterreich den ersten Supermarkt ohne Verpackung. Holis Market bietet auf seiner Onlineplattform aber auch Ernährungshilfe an sowie Rezeptboxen.

Das Crowdfunding brauchen die beiden Gründer, um ihr Konzept als Franchisemodell in weitere Städte Österreichs zu bringen. Ob sie erfolgreich sein werden, wird sich zeigen. Bisher haben sie 67 Prozent ihres anvisierten Ziels von 50.000 Euro erreicht.

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