Infografik: So sehr schaden Flug-Lebensmittel dem Klima

Infografik: So sehr schaden Flug-Lebensmittel dem Klima

von Benjamin Reuter

Papayas aus Brasilien, Fisch aus Tansania, Hummer aus Kanada kommen per Flugzeug nach Deutschland. Gut für die Umwelt ist das nicht.

Der Deutschen Lust auf frisches, exotisches Obst und andere Lebensmittel ist zu einer erheblichen Belastung für das Klima geworden. Wie die Blogger von nachhaltigsein.info aufgelistet haben, kommen pro Tag 140 Tonnen Lebensmittel per Flugzeug nach Deutschland. Ganz vorne mit dabei: Fisch aus Tansania und Island, Bohnen und Erdbeeren aus Ägypten, Ananas aus Ländern südlich der Sahara (zur genauen Bilanz siehe Infografik unten).

Zwar ist das im Vergleich mit der Gesamtmenge an importierten Lebensmitteln verschwindend wenig – nicht einmal ein Prozent der Nahrungsmittel kommen über den Luftweg nach Deutschland – aber im Vergleich mit dem Transport per Schiff wird für ein Kilogramm Flugmango 170 mal mehr CO2 in die Atmosphäre gepustet.

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Doch nicht alles, was von weit her nach Deutschland kommt, ist bekanntlich ökologisch bedenklich. Gerade der Seeweg kann auch ökologische Vorteile bringen. Beim neuseeländischen Apfel zum Beispiel.

Verbraucherschützer geben als grobe Regel vor, dass regionale Äpfel von Herbst bis Frühjahr in der Ökobilanz besser abschneiden als Importware aus Ozeanien. Danach landet meist lange gekühltes Obst in deutschen Supermärkten – und das erfordert viel Energie. Richtung Sommer können Kunden also auch zu einem Apfel aus Neuseeland ohne schlechtes Ökogewissen greifen. Noch besser für die Umwelt ist es natürlich, saisonal zu essen.

Aber nicht nur die Lust auf exostisches Obst schlägt sich in der Importbilanz nieder. Auch der Boom bei Bionahrung treibt die Importe, vor allem aus Polen und Frankreich. In Deutschland enstehen schlicht nicht genug Ackerflächen, um die Nachfrage zu decken. Hier kommen die Nahrungsmittel aber meist per LKW oder Zug nach Deutschland. Die Schiene hat nach dem Schiff die beste Ökobilanz als Transportweg.

Bei herkömmlichen Lebensmitteln stehen dagegen die Niederlande auf Platz eins bei den Importen. Knapp 20 Prozent der nach Deutschland eingeführten Lebensmittel kommt von dort. Frankreich folgt mit acht Prozent auf Platz zwei.

Übersichtlich aufgeschlüsselt ist Klimabilanz der deutschen Lebensmittelimporte hier:

Quelle: nachhaltigsein.info

 

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